Schwer zu überbeaten: Beatsteaks auf dem ZMF

Gina Kutkat

Nicht nur Jane, auch Freiburg became gestern Abend insane! Vor rund 2200 pogenden, feiernden und tanzenden Zuschauern traten die fünf Beatsteaks aus Berlin im ZMF-Zirkuszelt auf. Lässt sich so ein Erlebnis überhaupt in Worte fassen? Gina hat es zumindest versucht.



Es geht nicht! Unmöglich! Wie soll ich über das Beatsteaks-Konzert nur einen Artikel schreiben? Diese Frage stand mir gestern Abend nach dem Gig, neben den perlenden Schweißtropfen, wie ein großes Fragezeichen auf die Stirn geschrieben. Um mich herum schwankten die letzten Leute aus dem Zelt, völlig benommen, ausgepowert und klatschnass nach der riesen Sause mit den fünf Berliner Jungs.


Während der Schweiß immer noch von der Decke tropfte, rasten Worte wie "toll", "geil", "der Hammer" und "unglaublich" durch meinen Kopf, und auch den anderen Konzertbesucher fiel kaum etwas anderes ein. Ohne Worte. So geplättet waren wir alle.

Geplättet von einer Band, die, ja, es hört sich platt an, ja, kam, sang und siegte.



Kein nochso detailgetreuer Nachbericht könnte dem gestrigen Abend gerecht werden: Zu einmalig war die Atmosphäre, zu unbeschreiblich die Eindrücke des Abends, zu toll die Live-Performance der Beatsteaks. Für diejenigen, die gestern Abend nicht dabei sein konnten, will ich es trotzdem versuchen. Leute: ihr habt Freiburgs bestes Rock-Konzert seit langem verpasst!!

Wenn die Beatsteaks vorher nicht schon Jedermanns Lieblinge waren, dann sind sie es spätestens seit gestern Abend.



Dass Sänger Arnim ein charismatischer und außergewöhnlich fannaher Frontmann ist, bewies er mal wieder aufs Neue: Hier lieh er sich die Sonnenbrille eines Fans, dort ermahnte er zwei tobende Jungs im Publikum und zum Schluss erklomm er eine Zeltsäule und ließ sich von den Fans auffangen. Einfach cool. Wer möchte ihn nicht als besten Freund haben? Seine Stimmbänder drohten zeitweise zu platzen, der Beweis, dass er wirklich alles gegeben hat.

Hinter ihm, die musikalische Dreierkette aus den Gitarristen Bernd und Peter und Bassist Thorsten. Man sah ihnen an, dass sie glücklich sind mit dem, was sie tun. Wie sie synchron ihre Gitarren schwenkten - einfach lässig. Der "Beat" bei den "Steaks", Drummer Thomas, bei einigen Songs auch vokalistisch dabei, schwitzte und strahlte wie Bandkollegen und Fans.

Das sechste Bandmitglied der Beatsteaks heißt Power. 100% Power,  bis es nicht mehr geht.



Eine Band ist aber immer nur so gut, wie ihre Fans es sind. Der Abend wurde ganz klar von den Zuschauern dominiert. Selbst die Beatsteaks waren verdutzt, wie selbstverständlich die Menge das Ruder teilweise an sich riss. Fast schon ein bißchen empört, blickten die fünf Berliner zunächst auf den Wall-of-Death-Kreis, der sich plötzlich in der Mitte des Zeltes bildete. Um dann blitzschnell mit einem Countdown auf den Gag zu reagieren. " One, two, three, let's rock!"

Mitsing-Highlights des Abends waren natürlich "I don't care as long as you sing", "Hand in Hand" und "Hello Joe" vom Smack Smash Album sowie der aktuelle Hit aus Limbo Messiah "Jane became insane". Aber auch die älteren Stücke wie "Let Me In" oder "Soothe Me" überzeugten.


Die Stimmung war am Kochen und am Brodeln, es schien, als würde das Zelt jeden Moment zusammenbrechen. Wenn es nach Sänger Arnim gegangen wäre - kein Problem: "Leute, lasst uns das Zelt auseinandernehmen!"

Und niemand konnte genug kriegen! Nach der obligatorischen Zugabe, "Cut Off The Top", "Let Me In", "Panic" - die ersten Fans strömten schon dem Ausgang entgegen - erschienen die fünf auf einmal wieder auf der Bühne und wollten noch weiterspielen. Und schon standen die Zuschauer wieder auf ihren Plätzen, bereit, noch ein bißchen zu "48/49" weiterzurocken.

Dieses Konzert in Worte fassen ist schwer.  Diesen Versuch war es aber wert.



Und, wie war's?

Andi, 21 & Tim, 20

Andi: "Geil. Einfach nur geil. Ohne Worte. Mehr kann ich zu diesem Konzert gar nicht sagen."
Tim: "Es gibt Dinge, die des Wortes Kunst nicht wert sind."


Helen, 16 & Herdis, 16

Helen: "Das war bisher mein größtes Konzert. Die Vorband fand ich schon super und die Beatsteaks waren dann das Beste: mega fett, krass, supergeil!!"

Herdis:
"Ich war von den Beatsteaks auch total beeindruckt und kann mich Helen nur anschließen."




Johannes, 24


" Das war heute mein drittes Beatsteaks Konzert. Gut. Einfach nur gut."

Lisa, 23 & Hanna, 17

Lisa: "Das war mein fünftes Mal Beatsteaks, ich fands wie immer supergeil. Mein Highlight des Abends war "Let Me In".

Hanna: "Für mich war "Cut Off The Top" der absolute Höhepunkt dieses super Konzertes."

Heidi, 21 & Juliane, 19

Heidi: "Das gesamte Konzert war einfach nur geil. Die Stimmung, die Fans, alles hat gepasst. Alle haben mitgesungen, der Sänger war immer ganz vorne bei uns und alle haben übelst geschwitzt."

Juliane:
"Ich bin Heidi zuliebe mitgekommen, damit sie abgehen kann und ich dann die Fotos mache. Aber natürlich fand ich es auch super! "I don't care as long as you sing" hat mir am Besten gefallen."

André, fudder Last-Minute-Ticket Gewinner

"Großartig. Alles. Warm, laut, voll."

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[Fotos: Caro]