"Schwarzwald Gauchos" mit angeschlagenem Rodionov

David Weigend

Ob der neue SC-Knipser Vitali Rodionov morgen (als Joker) gegen Augsburg auflaufen kann, ist ungewiss. Er hat Schmerzen im Sprunggelenk. Ansonsten sind, abgesehen von Ali Günes, alle fit. Außerdem im Stadion morgen: die Säcklistrecker Guggemusik aus Dörlinbach.

Gutes Omen: Die Säcklistrecker spielten zuletzt auf, als der SC aufstieg, nämlich im Sommer 2003 in Burghausen.


Als SC-Sprecher Rudi Raschke zu Beginn der heutigen Pressekonferenz verkündete, das letzte Saison-Heimspiel gegen Kaiserslautern am 24. Mai sei nun restlos ausverkauft, murmelte Robin Dutt: "Oje, ich hab' zwei Karten für meine Eltern vergessen."

Dann ging er über zur PK-Routine: Der Sieg in Rostock sei aufgrund der "widrigen Umstände" bislang der wichtigste in diesem Jahr gewesen; seine Mannschaft habe Lob verdient, da sie es verstanden hätte, Einsatz mit hoher technischer Spielkultur zu vereinen. "Wie die argentinische Nationalmannschaft, die ich sehr verehre." Dutt sprach daraufhin sogar von den Schwarzwald Gauchos.

Die Anmerkung eines Journalisten, der die Argentinier "eher als faule Säcke" in Erinnerung hatte, wies Dutt entschieden zurück: "Vor genau einem Jahr haben wir Marcus Sorg nach Buenos Aires geschickt zur Sichtung von Talenten. Gerade in der Jugendarbeit geht es da richtig zur Sache." Es sei übrigens nicht auszuschließen, so Dutt, dass es in Zukunft eine Cooperation mit der Jugendabteilung eines argentinischen Vereins (River Plate, Boca Juniors) geben werde. Auch Sportdirektor Dirk Dufner sei in dieser Angelegenheit schon unterwegs gewesen.

Wie stets warnte Dutt vor der Stärke des Gegners, forderte aber gleichwohl einen Heimsieg als Zielvorgabe gegen den FC Augsburg. Es ist nicht zu erwarten, dass Dutt die Anfangsaufstellung vom Montag ändern wird.