Polizei

Schwarzfahrer droht im Hauptbahnhof Freiburg mit Bombe und löst Großeinsatz aus

Simone Höhl

Ein Mann wird beim Schwarzfahren erwischt, ruft beim Wegrennen im Freiburger Hauptbahnhof, er habe eine Bombe im Rucksack – und löst eine Großaktion der Polizei aus. Die gibt jetzt Entwarnung.

Im ICE von Basel nach Freiburg erwischt die Zugbegleiterin am Montag gegen 10.30 Uhr zwei Männer und eine Frau ohne Fahrkarte. Als der Zug in Freiburg hält, drängt einer der beiden Männer zur Tür raus und ruft im Weglaufen, dass in seinem Rucksack eine Bombe sei, teilt die Bundespolizei mit.


Fahndung in der Innenstadt

"Das muss man natürlich erstmal ernst nehmen", sagt Carolin Dittrich, Sprecherin der Bundespolizei. Die leitet sofort eine Fahndung im Hauptbahnhof, an den Zu- und Ausgängen ein. Weil der Mann gesagt hatte, dass er nach Offenburg will, überprüfte die Polizei auch Züge in die Ortenau und alarmierte die Kollegen dort. Und in der Freiburger Innenstadt waren mehrere Streifen der Landespolizei im Einsatz.

Keine Bombe im Rucksack

Sie fassten den Bombendroher gegen 12 Uhr in der Nähe des Hauptbahnhofs: Ein Verdächtiger in der Eisenbahnstraße passte auf die Personenbeschreibung, was Videoaufzeichnungen später bestätigten, und wurde vorläufig festgenommen. Der Inhalt seines Rucksacks war ungefährlich.

Die Bundespolizei hat ein Verfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung einer Straftat eingeleitet. Und wegen Schwarzfahrens.

Der Betrieb im Hauptbahnhof war nicht beeinträchtigt, sagte Sprecherin Dittrich. "Die Züge sind normal gefahren."

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