Schüler forschen: Musik im Blut?

Meike Riebau

Als die beiden Schülerinnen Katharina Sinner und Annette Kolb aus Rottweil mit ihrem Projekt anfingen, hätten sie nicht gedacht, dass sie dadurch schon bald zu Mitarbeiterinnen des Raumfahrt-Instituts befördern werden würden. In ihrem Projekt "Musik im Blut" gehen sie der Frage nach, welche Auswirkungen Musik auf Wasser und Blut hat.

Thema der Arbeit/Projekts


Das Thema unserer Arbeit lautet "Musik im Blut?".

Wie erläutert ihr das Thema einem Fachmann?

In unseren früheren Versuchen erkannten wir, dass Musik Wasser beeinflusst. Wir arbeiteten mit einer Methode, bei der getrocknete Wassertropfen unter einem Dunkelfeldmikroskop betrachtet werden. Doch was ist es genau an der Musik, auf das das Wasser reagiert? Dazu beschallen wir das Wasser einerseits mit verschiedenen Frequenzen, andererseits mit verschiedenen Rhythmen.
Einen anderen Schwerpunkt setzen wir mit Versuchen zur Auswirkung von Musik auf „Körperwasser“. Wir untersuchen Urin, Blut und Speichel. „Hören“ wir möglicherweise Musik nicht nur mit den Ohren, sondern mit dem ganzen Körper, also auch mit unseren Körperflüssigkeiten? Gibt es Auswirkungen auf den medizinischen Bereich?

Wie erklärt ihr das Thema euren Müttern?

Unseren Müttern kann man dieses Thema genau so wie Fachleuten nahe bringen. Sie sind interessiert und unterstützen uns.

Werdet ihr damit Millionär?

Bislang eher unwahrscheinlich, doch wenn – dann gern. Man weiß es nicht!

Warum wird unsere Erde durch deine Arbeit eine bessere Welt?

Grundsätzlich bedeutet Anteilnahme am Geschehen in der Welt und die Erweiterung des persönlichen Horizonts eine Verbesserung.

Speziell unsere Arbeit konfrontiert mit ungeahnten Einflüssen auf den Menschen und führt zu wachem Beobachten der Umgebung.

Das heißt, nach unseren Forschungsergebnissen kann sich der Mensch vielen positiven und negativen Einflüssen (Klänge) nicht entziehen.

Wie seid ihr auf dieses Thema gekommen?

Katharina hatte sich mit ihrem Klavierlehrer über das Buch „Die Botschaft des Wassers“ von Masaru Emoto unterhalten. Dieser beschäftigt sich in seinem Buch mit verschiedenen Wasserarten, in Form von  Kristallen, die er auf verschiedene Arten beeinflusst. Da wir beide viel mit Musik zu tun haben, kamen wir auf die Idee, in diese Richtung zu forschen.

Und wie läuft's?

Im Augenblick sind wir dabei, uns auf den Wettbewerb Jugend forscht vorzubereiten. Auf diesem Gebiet gibt es noch viel zu forschen und wir haben noch viel vor. Uns interessiert zum Beispiel die Auswirkung von Live- Musik im Gegensatz zu Musik "aus der Konserve".

Was tut ihr gegen Denkblockaden?

Bei Denkblockaden setzen wir uns zusammen und versuchen, das Problem zu lösen. Auch unser Betreuer Herr Lamberty hilft uns dabei.

Unser Antrieb als Forscher ist...

Neugierde.

Unser Forscher-Idol

Wir arbeiten eng mit dem Stuttgarter Luft- und Raumfahrtinstitut, mit den Professoren Dr. Kröplin und Herrn Schöck zusammen. Das ist für uns ein großer Antrieb.

Habt ihr vorher schon mal etwas erfunden?

Bei unserem ersten Projekt, mit dem wir zu Jugend forscht gingen, hatten wir einen solar beheizten Blumenkasten erfunden. Die anderen Projekte waren Forschungsarbeiten.  Insgesamt sind wir seit 4 Jahren bei Jugend forscht aktiv.

Wie arbeitet ihr zusammen? Gibt es einen Ideengeber und einen Ausführenden bei euch?

Wir sind ein gleichberechtigtes Team. Jeder macht Vorschläge, die dann besprochen und wenn möglich und sinnvoll, durchgeführt. Unser Betreuer, Herr Lamberty, unterstützt uns und hilft uns.

Mehr dazu:

Forscher-Blog (1): Der Badewannenpieper
Forscher-Blog (2): Der No-Sweat-Helmet
Forscher-Blog (3): Wie sieht eine Protein-Struktur aus?
Forscher-Blog (4): Wirtschaftspolitik in der DDR