Schöne Schrubberei: Die "tollen Tonnen" wieder toll

Janna Breitfeld

Nur eine Woche lang waren die "tollen Tonnen" vor Plakatangriffen geschützt. Schon an diesem Wochenende klebten sich daran nämlich Plakate für die Bildungsstreik-Demo fest. Da niemand weiß, wer sie dorthin gepappt hat, schrubbten heute Freiwillige des Bildungsstreik-Bündnisses selbst die Müllbehälter wieder frei.



Diesen Montagmittag trafen sich eine Hand voll Freiwilliger des Bildungsstreik-Bündnisses auf der KaJo, um ihre Demo-Plakate wieder von den "tollen Tonnen" zu entfernen. Einige der Plakate hatten sich nämlich am Wochenende wie durch Zauberhand dorthin verirrt.


„Hier haben sie ein bisschen ihr Ziel verfehlt“, sagte Jannis, der mit von der Putz-Partie war. „Vielleicht wollte jemand die Bekanntmachung für die Demo besonders effektiv gestalten, oder das Konzept der Tonnen, das wildes Plakatieren verhindern möchte, kritisieren. Egal, was es war, es war nicht angebracht, es in dieser Form zu thematisieren und die Arbeit der Schüler kaputt zu machen.“

Unter den Blicken empörter Stadt- und ASF-Vertreter, die das Projekt der Jugendkunstschule initiiert hatten, sowie umringt von Fotografen und Journalisten, scheuerten die jungen Leute die Plakate daher wieder herunter.

Die kurzweiligen Diskussionen zwischen ihnen und Initiatoren des Projektes ließen jedoch erkennen, dass es hierbei um mehr ging, als um ein paar Mülltonnen. „Das Unheil war eigentlich vorherzusehen“, sagte Vincent, ebenfalls Mitglied des Bündnisses, "denn es gibt keinen Raum für unkommerzielle Plakatierung."

"Aber man kann doch nicht einfach irgendwo etwas hinkleben, nur weil sonst nirgends Platz dafür ist", kommt es von der anderen Seite.

Wie lange die Tonnen wohl noch nach der Putzaktion unbefleckt bleiben werden? "Die Hoffnung ist natürlich groß", sagt ASF-Geschäftsführer Michael Broglin.

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