Schmitz Katze verliert durch das neue Theaterhaus Haslacher Straße ein Stück Freifläche

Carolin Buchheim

Das Kulturquartier Haslacher Straße bekommt Zuwachs: Zwischen Jazz- und Rockschulen und der Tankstelle wird ein Theaterhaus gebaut. Dadurch verliert das Schmitz Katze an Freifläche. Warum man sich dort trotzdem auf die neuen Nachbarn freut:



Freiburg soll ein neues Theaterhaus bekommen. Am heutigen Dienstag will der Gemeinderat rund 700.000 Euro für Bau und Ausstattung eines Theaterzentrums an der Haslacher Straße freistellen. Bauen wird das Theaterzentrum die Kulturpark GmbH, mieten wird es dann das E-Werk. Bespielen sollen das Zentrum mit einem Saal für 120 Besucher sowie Proberäumen die rund 40 freien Theatergruppen der Stadt. Der Standort des Zentrums ist direkt neben der ehemaligen Tankstelle auf einem Gelände, das aktuell der Club Schmitz Katze nutzt.


Das großes Holztor mit dem charakteristischen Katzenkopf-Logo, ein Lagerschuppen mit Bar und Garderobe sowie ein Teil des Strandareals müssen weichen, wenn im Frühjahr 2014 die Bauarbeiten für das Theaterzentrum beginnen. Trotzdem sieht man bei Schmitz Katze der Entwicklung gelassen entgegen. „Die Pläne für das Theaterzentrum sind uns bekannt, seit wir hier eingezogen sind“, sagt Gerrit Kossmann, der den Club seit Juni 2012 mit Jan Ehret und Markus Gut betreibt. „Alles, was noch mehr Kultur in die Haslacher Straße bringt, ist gut.“

Denn zwischen den Jazz- und Rockschulen und der HKDM hat sich ein Kulturquartier entwickelt. Hier sind neben dem Schmitz Katze unter anderem die Projektwerkstatt Kubus, die Werkstatt des Jugendbildungswerk Freiburg, der Slow Club, die Tanzschule Aya und diverse private Werkstätten beheimatet. Schon fünfmal fanden hier im Sommer die „Invasion Kulturtage“ mit Partys, Konzerten und Ausstellungen statt, an denen sich viele der Anlieger beteiligten.



„Wir sind eine richtige Kulturmeile“, schwärmt Kossmann. Wochenends wird in seinem Laden zwar vor allem ausgelassen gefeiert, „die Katze“ will er aber als „nichtgefördertes Kulturprojekt“ verstanden wissen: „Wir machen schließlich Kultur in alle Richtungen: Theater, elektronische Musik, studentische Veranstaltungen, Konzerte, Lesungen.“

Mit dem Theaterzentrum wird das E-Werk seinen Arbeitsbereich auf die andere Dreisamseite ausdehnen. Kossmann freut das: "Wir und das E-Werk sind schon in Kommunikation, um die Zusammenarbeit zu intensivieren."

Jetzt stehen zunächst die Bauarbeiten an, die bereits im März 2015 abgeschlossen sein sollen. „Die Bauphase wird sicher anstrengend, aber das kriegen wir schon irgendwie hin.“  Wie genau der Betrieb des Clubs und das Außengelände jetzt neu strukturiert werden, verrät Kossmann noch nicht. „Wir sind noch dabei, ein Konzept dafür zu entwickeln“, sagt er. „Langfristig hoffen wir natürlich, das Außengelände nach dem Ende der Bauarbeiten wieder genau so schön präsentieren zu können wie vorher.“

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[Bild 1: Landes & Partner, Bild 2: Rita Eggstein]