Freiburger Clubsterben

Schmitz Katze macht weiter – bis zum Jahresende

Daniel Laufer

Im Oktober soll endlich das Insolvenzverfahren eröffnet werden. Könnte den Club an der Haslacher Straße womöglich ein neuer Betreiber retten?

Anfang Oktober soll das Insolvenzverfahren für den Club Schmitz Katze eröffnet werden. Das bestätigt der vorläufige Insolvenzverwalter Harald E. Manias am Freitag. "Wir haben weitere Gespräche mit den Vermietern geführt. Damit ist sichergestellt, dass wir weitermachen können." Gefeiert werden dürfe an der Haslacher Straße also mindestens noch bis zum Jahresende.


"Ein Club, der Festangestellte hat, muss auch unter der Woche Veranstaltungen durchführen"Harald E. Manias
Im Juli hatte Betreiber Gerrit Kossmann Insolvenz beantragt. Seitdem leitet Manias die Geschäfte, unterstützt von den Mitarbeitern. "Im Moment schreiben wir schwarze Zahlen." Einige nicht notwendige Ausgaben habe man gestrichen, die Kosten für Werbung etwa gesenkt. Gefeilt habe man vor allem am Programm. "Ein Club, der Festangestellte hat, muss auch unter der Woche Veranstaltungen durchführen", sagt Manias. "Außerdem müssen wir darauf achten, dass die DJs nicht zu teuer werden – gerade kleinere Veranstaltungen dürfen kostenmäßig nicht aus dem Ruder laufen."

Eigentümer des Areals ist der Kulturpark, der den Hof verpachtet. Barbereich und Auditorium verpachtet wiederum die Jazz und Rock Schule unter. Klarheit darüber, wie – und ob – es mit Schmitz Katze weitergeht, wird voraussichtlich im November herrschen. Dann sollen die Gläubiger über die Zukunft des Clubs entscheiden. Eine Prognose will Manias nicht abgeben. "Da ist alles möglich."

Betreiberwechsel oder Artik?

Kossmann, der das Projekt als gescheitert bezeichnet hatte, würde allerdings nicht weitermachen. Denkbar sei eine Übernahme durch einen neuen Betreiber. Zurzeit gebe es zwei unterschiedliche Interessenten, die den Club gerne weiterführen würden.

Sollte die Rettung von Schmitz Katze scheitern, könnte womöglich das Artik die Räume beziehen. Die Haslacher Straße 43 zählt zu den Standorten, die für das Jugendzentrum geprüft werden sollen. Das hat der Gemeinderat vor der Sommerpause entschieden.