Schmierereien im Audimax

Adrian Hoffmann

Ärgerliche Schmierereien: In großen, roten Buchstaben steht das Wort Streik im Audimax auf Türen, Wänden und der Projektionsleinwand. Die Uni hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Rudolf-Werner Dreier, Uni-Pressesprecher, spricht verärgert von "völlig sinnloser Zerstörung". Die Entfernung der hartnäckigen Farbe wird vermutlich mehrere tausend Euro kosten, oder, im schlimmsten Fall, muss die hochwertige Projektionsleinwand ausgetauscht werden.



Selbst auf den Toiletten haben die dreisten Täter ihre Spuren hinterlassen. Immer das gleiche Wort, Streik, in geschwungener, dünner Schrift. Der Hausmeister hat bereits versucht, die Schmiereien mit dem üblichen Reinigungsmittel zu entfernen, so wie öfter dubiose Graffitiwerke auf den Sandsteinwänden. Laut Rudolf-Werner Dreier hat das auch immer dazu geführt, dass die Uni in diesem Punkt verhältnismäßig verschont geblieben ist.


Doch dieses Mal ist es besonders ärgerlich. "Drinnen hatten wir sowas noch nie", sagt Dreier. Dass es Medizinstudenten oder streikende Ärzte waren, glaubt Dreier nicht, aber welchen Hintergrund die Schmierereien haben, oder ob sie überhaupt einen haben, ist noch völlig unklar. Das Geld für die Entfernung werde aus dem Bauhaushalt genommen, sagt Dreier, "aber dass dieses Geld dann wieder woanders fehlen wird, ist klar."