Schlossbergfest und Seenachtsfest gefährdet

David Weigend

Dass das Schlossbergfest dieses Jahr stattfinden wird, ist ziemlich unwahrscheinlich. Seit die Stadt Platzmiete fordert und andere Gebühren verlangt, sehen sich die Veranstalter vor grundlegende Probleme gestellt. Gefährdet ist ebenfalls das Seenachtsfest.



Frank Böttinger, Toni Schlegel, Bela Gurath und Jörg Dattler werden noch in diesem Monat entscheiden, ob das Schlossbergfest gefeiert wird. Die Chancen dafür stehen schlecht. Seitdem die Stadt als Organisatorin des Festes ausgestiegen ist, sind die Kosten für die Veranstalter immens gestiegen. Früher übernahm die damalige FEW die elektrische Installation, die Veranstalter mussten für den Stadtgarten als Festfläche nichts bezahlen.


Beides hat sich in den letzten beiden Jahren geändert. "Außerdem müssen wir seit 2006 für den Ausschank im Außenbereich die Sperrzeitverkürzung bezahlen", so Jörg Dattler, Geschäftsführer der Schlossbergfest Freiburg GmbH. All das sind Kosten zu Lasten der Standbetreiber. Zwei wichtige Sponsoren sind ausgestiegen, ein weiterer Faktor, die Dattler die ganze Sache verleiden: "Das können wir nicht so schnell kompensieren." Dattler will auf jeden Fall aussteigen. "Falls die anderen Gesellschafter weitermachen möchten, schließe ich mich ihrer Entscheidung an."

Auch, ob das Seenachtsfest im Seepark heuer stattfinden wird, steht derzeit noch auf der Kippe. In den nächsten zwei Wochen wird die Entscheidung fallen. "Die Stadt hat uns 2006 insgesamt 20 000 Euro Kosten aufgebürdet", so Ernst Lavori, Vorsitzender des Vereins Seepark Freiburg. Dieser ist Mitveranstalter des Fests. "Soviel Geld, wie die Stadt von uns verlangt, verdienen wir nicht. Wir können nicht jedes Jahr nur Schulden machen", so Lavori. Die beteiligten Vereine würden von den Forderungen der Stadt erdrückt werden. Verhandlungen mit der Stadt stehen aus. "Wenn uns die Verwaltungsspitze und das Liegenschaftsamt signalisiert, dass sie auf die Kosten verzichten, ist die Chance da, dass das Fest stattfindet." Andernfalls sehe es schlecht aus fürs Seenachtsfest.

Vor ähnlichen Problemen stehen die Organisatoren des Sankt Georgener Weinfestes, dessen Stattfinden heuer ebenfalls unsicher ist. Der Haslacher Hock wurde bereits abgesagt.