Schlafzimmerblick (5): Emma Bauer

David Weigend & Dominic Rock

Heute schauen wir ins Zimmer von Emma Bauer. Sie ist zwei Jahre alt, wohnt im Rieselfeld und präsentiert dem Besucher mit Freude und ungefragt alle Spielzeuge, die sie hat, inklusive Mundharmonikaständchen. Uns hat sie auch von ihrem Ins-Bett-Geh-Ritual erzählt (Danke, Eva, für die Übersetzungshilfe.)



"Ich liebe Rituale. Mein Papa bringt mich ins Bett. Davor machen wir meist Quatsch zusammen, spielen Fangi und albern herum. Zum Ruhigwerden schauen wir uns dann ein Bilderbuch an: „Ferdinand, der Elefant, gute Nacht!“ Neben mir schlafen Schafi und Leni. Leni ist ein Teddy. Ich habe ihn von meiner besten Freundin geschenkt bekommen. Zum ersten Geburtstag. Manchmal unterhalte ich mich mit Schafi und Leni und sage ihnen alle Namen, die ich kenne.




Bevor ich „Gute Nacht!“ sage, muss mein Papa die Spieluhr mit ,La le lu' aufdrehen und mir einen Gute-Nacht-Kuss geben. Das muss so sein. Einmal habe ich 45 Minuten auf ihn gewartet. Ohne Gute-Nacht-Kuss keine Heia. Dann muss die Zimmertür zugemacht werden, sonst beschwere ich mich. Ich mag mein Bettchen. Meistens schlafe ich fest, von 20 Uhr bis um 7 Uhr morgens. Dann wache ich auf und rufe: „Mama, piep einmal!



Die Mama kommt und anschließend gibt es Frühstück. Am liebsten esse ich Wurstbrot. Von meinem Fenster kann ich auf die Straße runterschauen. Wenn unten jemand vorbei kommt, den ich kenne, rufe ich runter und winke ihm zu."