SC: Rudi Raschke löst Martin Braun ab

Alexander Ochs

Der SC Freiburg ordnet seine Pressearbeit neu. So wird Martin Braun, der langjährige PR-Manager des Klubs, diese Aufgabe abgeben - an einen Journalisten, der gelegentlich auch provokante Artikel zum Sportclub verfasst hat: Rudi Raschke. Insider vermuten, dass Braun in Zukunft einen Posten im kaufmännischen Bereich des Sportclubs bekleidet.

Wie die BZ berichtet, wird Martin Braun, der langjährige Pressesprecher des Klubs, seinen Posten räumen. Er hat demnach bereits eine Änderungskündigung erhalten und soll eine andere Funktion im Verein übernehmen. Damit macht der Vorstand des Sportclubs offenbar Ernst, das Finkeumfeld im Verein Schritt für Schritt aufzulösen. Der eher zurückhaltende Braun gilt als loyaler Finke-Anhänger.


Als Nachfolger wird Journalist Rudi Raschke präsentiert, der bereits zum 1. Januar 2008 seinen neuen Job antreten wird. Der Exilfreiburger, der übrigens auch schon für fudder, die BZ und "Der Sonntag" geschrieben hat, ist seit 2001 in München beim "Playboy" als Redakteur beschäftigt.

Eine mutige Entscheidung der SC-Verantwortlichen - weg von der harmonieliebenden SC-Familie, hin zu einem Verein, der darauf bedacht ist, sich zu professionalisieren. Auch in der Öffentlichkeitsarbeit. Denn Raschke ist gelernter Journalist, begeisterter Fußballfan und obendrein ein Schreiber, dessen scharfhumoriger Stil auffällt, hin und wieder auch provoziert. Für Aufregung sorgten seine 14 Thesen zum Niedergang des SC Freiburg und seine Finkesatire "Volkers Tagebuch". Beide Artikel erschienen auf fudder.

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