SC Freiburg zähmt die Löwen

David Weigend

Dem SC Freiburg ist mit einem 2:1-Sieg gegen den TSV 1860 München der Saisonstart geglückt. Das Spiel war über weite Strecken ausgeglichen, entscheidend waren letztlich Nuancen - und ein Eigentor von 1860-Verteidiger Mate Ghvinianidze. Ali Günes hatte den SC in der 28. Minute in Führung gebracht.



Trainer Robin Dutt zeigte sich bei der Pressekonferenz mit der SC-Leistung zufrieden, trotz auffallend vieler Fehlpässe in der ersten Halbzeit: "Wir haben schon durch unsere Körpersprache gezeigt, dass wir hier gewinnen wollen. In der ersten Halbzeit hatten wir Probleme bei der Spieleröffnung, besonders über die rechte Seite waren wir eingebunden. In der zweiten Halbzeit sind uns die Angriffe besser gelungen.


Sehr gut hat mir gefallen, dass wir die 2:1-Führung clever verteidigt haben und auch bei Kontersituationen lang in Ballbesitz bleiben konnten. Das war in der vergangenen Saison nicht immer der Fall. Dieser Sieg hat angesichts der Stärke des Gegners hohen Stellenwert."



Positiv beurteilte Dutt auch die Leistung von Johannes Flum, der überraschend in der Startelf stand und Ivica Banovic im defensiven Mittelfeld ersetzte: "Johannes hat ein hervorragendes Spiel gemacht." Weniger euphorisch zeigte sich Dutt angesichts der riskanten Strafraumdribblings von Torwart Simon Pouplin: "Ich werde sein Selbstbewusstsein mal überprüfen, gehe aber davon aus, dass er das nicht ständig wiederholen möchte."

60-Trainer Marco Kurz beklagte sich nach Abpfiff weder über das Tor, das seiner Mannschaft aberkannt wurde, noch über den rustikalen Einsatz von Pavel Krmas, der zum Eigentor von Ghvinianidze führte: "Klar war das ein ziemliches Gerangel. Aber mir ist es müßig, dazu was zu sagen. Das Tor ist gezählt worden."

Die "große Überraschung", die Trainer Dutt im Vorfeld angekündigt hatte, war übrigens ein neuer Fansong mit dem überraschenden Titel "SC Freiburg", eingespielt von Kapitän Heiko Butscher am Schlagzeug und der Band Fisherman’s Fall. 17.000 Zuschauer hörten sich den Titel erstmals im Dreisamstadion an.