SC Freiburg vorm Derby: Dutt verspricht Wiedergutmachung

David Weigend

Der SC Freiburg spielt am Freitag um 20.30 Uhr daheim gegen den VfB Stuttgart (siehe Mittelfinger). Nach der schwachen Leistung in Hamburg will Dutt die SC-Fans, wie auf dem Foto, wieder zum Lachen bringen: "Wir werden mit Leidenschaft und Kampfgeist in dieses Derby gehen."



Auf der heutigen Pressekonferenz gab Dutt zunächst einen kurzen Abriss seiner Mängelanalyse des Hamburgspiels. "Diese Leistung kann nicht unser Maßstab sein. Es gab viele Konzentrationsfehler in der Abwehr. Die Zweikämpfe im und am Strafraum wurden nicht entschlossen genug geführt. Die Offensivleistung der Stürmer war nicht gut. Mit vier bis fünf Einzelleistungen war ich insgesamt nicht zufrieden."


Gleichwohl räumte der Trainer ein, dass die Zweikampfbilanz in Hamburg mit 50:50 unterm Strich doch nicht so schlecht gewesen sei, wie zunächst vermutet. Außerdem sei ein Foulelfmeter für Bechmann nicht gegeben worden und sein reguläres Tor wurde als abseits gewertet; wohingegen das 0:2 durch Petric eindeutig abseits gewesen sei. Dass der HSV mit seinen klaren Chancen schon in der ersten Halbzeit mit 4:0 hätte führen können, erwähnte der Trainer nicht.

Dutt bescheinigte seiner Mannschaft eine positive Trainingsreaktion auf die Niederlage. "Ich habe bei den Jungs viel Einsatz gesehen und eine sehr entschlossene Körpersprache. Sie haben Lust auf dieses Spiel und sind heiß auf Wiedergutmachung."

Soll heißen: Dutt hofft auf drei Punkte im Derby. Im Falle eines Sieges würde der Sportclub (Platz 15, 18 Punkte) am VfB (Platz 12, 19 Punkte) vorbeiziehen.

Das Lazarett: Pavel Krmas fällt aus wegen Problemen an der Wade; auch Neuzugang Hamed Namouchi kann nicht spielen, er laboriert noch an einem Muskelfaserriss; Tommy Bechmanns Fußsohle schmerzt, sein Einsatz ist fraglich; Mo Idrissou weilt noch beim Afrika-Cup.

In puncto Aufstellung war Dutts Auskunftsfreude einmal mehr vergleichbar mit einem Hells Angel, der dem Staatsanwalt über sein Waffenarsenal berichten soll. Nur soviel: Da Bechmann nicht ganz fit ist, könnte Neuzugang Pappis Cissé in die Startelf rücken. Und über Comeback-Man Ömer Toprak sagte Dutt: "Ich will ihn definitiv in der Mannschaft haben. Fraglich ist aber, ob er schon für einen 90-minütigen Einsatz fit ist."



Auf die Frage, wer beim Sportclub mal wieder ein Tor schießen solle, ein Ereignis, das seit drei Spielen in Folge nicht eintraf, antwortete Dutt: "Wir haben drei (!) Stürmer, die dazu in der Lage sind. Auch Caligiuri ist immer für einen Treffer gut. Mendy ist gefährlich über Standards. Und Ömer, sofern er spielen sollte, ist ebenso ein torgefährlicher Spieler."

Auf die Serie der drei torlosen Spiele wollte Dutt nicht weiter eingehen: "Ich als Trainer möchte mich nicht mit Spielen vom vergangenen Jahr auseinandersetzen, das ist viel zu lang her." Nicht ganz stimmig in diesem Zusammenhang war Dutts Aussage: "Veränderungen personeller Art hängen nie mit der Analyse eines einzigen Spiels zusammen. Ich bewerte immer die Leistung in einem längeren Zeitraum, im Gesamtzusammenhang."

Mehr dazu:

 Was: SC Freiburg gegen VfB Stuttgart
Wann: Freitag, 22. Januar, 20.30 Uhr
Wo: Dreisamstadion
Karten: zumindest Sitzplatz-Tickets werden am Freitag an der Tageskasse zwischen 9 Uhr und 20.30 Uhr noch erhältlich sein