Heimspiel

SC Freiburg punktet minimal gegen Hertha Berlin

dpa

Viele Karten, viele Nicklichkeite, drei Elfmeter und zwei Tore: So lässt sich das Spiel des Sportclubs gegen die Hertha aus Berlin am besten beschreiben. Janik Haberer erzielt das Tor der Freiburger.

Den zweiten Heimsieg in Serie verpasst der Sportclub Freiburg gegen die Hertha aus Berlin. Zwar konnte Janik Haberer den Sportclub mit einem Elfmeter in Führung bringen (Fotos vom Spiel). Salomon Kalou (81. Minute) sicherte der Hertha aber ebenfalls per Foulelfmeter dem Punkt, drei Minuten zuvor hatte er einen weiteren Strafstoß noch über das Tor geschossen. "Wichtig ist, Salomon hat Eier gezeigt", sagte Hertha-Trainer Pal Dardai, der sich freute, dass Kalou erneut angetreten war.


Haberer bringt Sportclub in Führung

Für die Freiburger Führug sorgte mit einem Elfmeter U21-Europameister Janik Haberer (52.) Trotz des negativen Laufs war Dardai mit der Partie zufrieden: "Weil die Mannschaft eine gute Bereitschaft gezeigt und bis zum Schluss gekämpft hat." Freiburgs Julian Schuster bewertete die Begegnung dagegen anders: "Das ist wahnsinnig ärgerlich. Das sind verschenkte Punkte."
Der SC Freiburg hat es gegen die robusten Berliner versäumt, seine verdiente Führung in der zweiten Halbzeit auszubauen. Vieles blieb bei den Breisgauern, die eine klare Linie vermissen ließen, Stückwerk. Zur Einzelkritik

Gegen in der Europa League vor dem Aus stehenden Berliner zeigte die Mannschaft von Christian Streich eine kämpferische Leistung im ersten Durchgang. Den Anfang machten aber die Beriner: Nach einer Freiburger Chance durch Niederlechner hätte die Hertha nach einer Doppelchance in Führung gehen können, Alex Schwolow konnte aber parieren.

Haberer verpasst Führung

Haberer (34.) hätte zudem schon vor dem Pausenpfiff die Führung für den Sport-Club erzielen müssen. Nach schöner Vorarbeit von Marco Terrazzino scheiterte er allerdings aus wenigen Metern am glänzend reagierenden Karim Rekik, der den Flachschuss per Grätsche auf der Linie klärte. Nach der anschließenden Ecke hätte dann Christian Günter (35.) fast die SC-Führung besorgt, seinen Versuch aus 17 Metern lenkte Hertha-Keeper Jarstein aber über das Tor.



Von der erhofften Wiedergutmachung nach den zuletzt schwachen Auftritten war bei den Berlinern insgesamt wenig zu sehen. Dardais Team startete durchaus engagiert, ließ aber auch schnell wieder nach. Die Freiburger dagegen wurden im Laufe der Zeit immer mutiger und kurz nach dem Seitenwechsel dann auch mit der Führung belohnt.
Nach einem heftigen Rempler von Niklas Stark im Strafraum gegen Günter zeigte Schiedsrichter Guido Winkmann sofort auf den Punkt - und blieb auch nach kurzer Beratung mit dem Videoassistenten bei seiner Entscheidung. Haberer verwandelte anschließend souverän.

Kalou netzt zweiten Elfmeter ein

Der starke Mittelfeldspieler hätte wenig später sogar auf 2:0 erhöhen können, scheiterte in der 69. Minute aber aus kurzer Distanz am gut reagierenden Jarstein. Hertha dagegen half zunächst auch ein Elfmeter nicht, den Kalou nach einem Foul von Schuster am eingewechselten Maier übers Tor schoss. Nur drei Minuten später bekam die Hertha dann erneut Strafstoß, weil Höfler den eingewechselten Selke unglücklich am Fuß erwischte. Diesmal machte es Kalou besser.

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