SC Freiburg: Beobachtungen beim Trainingsauftakt

David Weigend

Diese fünf Neuzugänge haben sich heute den Gästen im Dreisamstadion präsentiert. Aber es gab noch mehr Neuigkeiten, die man dort erfuhr: über Ömer Topraks Genesungserfolg, weitere Transferpläne, Zielvorgaben für die kommende Saison und Spieler, die den Verein verlassen werden. All das im folgenden Artikel (mit Video).



 Voila, hier sind die fünf Neuen, die heute erstmals in Reih und Glied für die Fotografen posieren dürfen. Von links: Torwart Manuel Salz (von den Stuttgarter Kickers), Du-Ri Cha (von TuS Koblenz), Mensur Mujdza (von NK Zagreb), Cedrick Makiadi (vom VfL Wolfsburg) und Stefan Reisinger (von der SpVgg Greuther Fürth).




Heute Vormittag beginnen die Spieler des SC Freiburg mit der Vorbereitung für die kommende Saison. Etwa 100 Zuschauer sehen bei der ersten Trainingseinheit am Dreisamstadion zu. Allerdings können sie nur acht der Profis beim lockeren Aufwärmkick beobachten. Der Rest des Kaders absolviert Leistungstests an der Freiburger Uniklinik.

Die Spieler, die sich bei Nieselregen auf dem Trainingsgelände am Dreisamstadion zeigen, sind heiß begehrt. Kaum macht einer von ihnen ein paar Schritte, Cedrick Makiadi etwa, schon wird er von zwei Dutzend Journalisten und Fans belagert, befragt und begafft. Mikrofone, Stifte und Signierutensilien werden den Neuen zur Begrüßung hingestreckt. Der Erstligarummel ist an der Dreisam eingetroffen.



Mancher Kiebitz hat für den Erstkontakt mit den Neuen einige Strapazen auf sich genommen: Annette Ziegel aus Hannover reiste heute Früh um 2 Uhr mit dem Zug an, um pünktlich um 10 Uhr zum Trainingsbeginn anwesend zu sein. Und Benito Pompizzi kam gar aus Neapel angefahren, um Cha und Co auf die Füße zu schauen.

Währenddessen schleppt Cateringbeauftragter Wulf Piazolo gestapelte Tabletts mit belegten Brötchen in die Dreisamlounge, in der um 12.30 Uhr die  Pressekonferenz zum Saisonauftakt stattfinden soll.



Dann ist es soweit: Powerpoint wird angeschmissen, die Journalisten beißen in die Weckle und Rudi Raschke erteilt seinen Sitznachbarn das Wort. Die wichtigsten Neuigkeiten, von Trainer Dutt und Sportdirektor Dufner gewohnt sachlich verkündet:

1. Weitere Transfers

Da Ömer Toprak mindestens kurzfristig ausfallen wird, schaut sich Dirk Dufner um nach zwei weiteren Verstärkungen in der Außen- und Innenverteidigung. Der von Bate Borisov ausgeliehene Vitali Rodionov wird den SCF voraussichtlich verlassen, da er zum Kauf zu teuer sei. Alain Junior Ollé Ollé wird in den kommenden Tagen wohl auf Leihbasis den Verein wechseln. Auch David Targamadze soll ausgeliehen werden, um mehr Spielpraxis zu bekommen.

Michael Langer wird den Verein verlassen. Weiterhin soll der Usus aufrechterhalten werden, dass stets zwei, drei Spieler aus der zweiten Mannschaft bei den Profis mittrainieren sollen. Felix Roth und Sandro Sirigu werden ab jetzt dauerhaft mit den Profis trainieren.

Kein Interesse mehr besteht an Robert Zillner von der SpVgg Unterhaching. Der auf der linken Außenbahn spielende Zillner sei laut Dufner zu teuer. Nicht abstreiten will Dufner die Beobachtung von Felix Bastians, der bei den Young Boys Bern unter Vertrag steht. Allerdings sei Bastians einer von vielen Spielern, die für den SC interessant sind. Allein das Gerücht, der SC sei an einer Verpflichtung von Sebastian Deisler interessiert, stuft Dufner als Schwachsinn ein.



2. Ömer Toprak

"Es gibt jeden Tag kleine positive Signale. Ich hoffe, dies geht so weiter. Das Wichtigste ist aber, dass er überhaupt wieder gesund wird", erklärt Robin Dutt zum derzeitigen Gesundheitszustand von Ömer Toprak, der sich bei einem Unfall auf der Umkircher Kartrennbahn vor zwei Wochen schwere Verbrennungen zuzog und seitdem auf der Intensivstation einer Tübinger Spezialklinik liegt.

"Der nächste Schritt wäre das Verlassen der Intensivstation. Dazu könnte es in den nächsten ein, zwei Tagen kommen."

Ob Toprak seine Karriere fortsetzen kann, ist aber nach wie vor fraglich. "Er wird uns kurzfristig sicher nicht zur Verfügung stehen. Es gibt keine zeitliche Prognose. So lange die Ärzte keine Prognose stellen, verbietet sich das auch für uns Nicht-Mediziner", sagte Dutt. Er hat den Patienten, der momentan nur auf dem Rücken liegen kann, in den vergangenen Tagen besucht. "Es geht ihm mental mal besser, mal schlechter. Das ist in diesem Zustand klar. Aber der starke Zuspruch der Fans baut ihn auf."



3. Zielvorgabe

Robin Dutt artikuliert als Minimalziel den Klassenerhalt und präzisiert: "40 Punkte könnten das Ziel sein. Der zwölfte Tabellenplatz hat jetzt als Ziel nicht besonders viel Charme, aber er wäre eine tolle Geschichte für uns."



4. Die Neuen

In den folgenden Trainingseinheiten werden sich die Neuzugänge beweisen müssen. Alle Spieler sollen bei den kommenden Testspielen zum Einsatz kommen. Nach dem Trainingslager in Schruns (12. Juli bis 19. Juli), in dem Taktikschulung im Vordergrund stehen soll, wolle man behutsam an der neuen Besetzung einiger Positionen arbeiten.

Die ersten Statements der neuen Spieler, einige Takte von Robin Dutt sowie einen Plausch mit Tommy Bechmann haben wir in folgendem Video festgehalten.

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