Saubere neue Welt

Lorenz Bockisch

Schon gewusst, wie der Schweizer Reinigungsmittelhersteller Rösch sehr geschickt eine Lücke im Namensschutzrecht ausnutzt? Die Firma Apple Macintosh durfte sich ihren Namen geben, weil sie weder Äpfel verkauft, noch in Konkurrenz zu dem Beatles-Lable Apple Records trat. So benutzt auch die Firma Rösch Markennamen aus einem völlig anderen Bereich der Geschäftswelt, natürlich ohne jegliche Hintergedanken.

Auf so einen jahrelangen Rechtsstreit, den sich Apple mit Apple Records wegen seiner Eröffnung des Online-Musikladens iTunes lieferte, wird sich die Schweizer Waschmittelfirma wohl nicht einlassen müssen. Denn ihr Waschmittel Linux wird auch in absehbarer Zeit keine Erweiterung für Festplatten oder Onlineanwendungen finden.


Und auch der kuschelweich machende Weichspüler micro&soft sollte selbst Bill Gates nicht zu einem sich verhärtenden Rechtsstreit bewegen können, denn Markennamen sind international nur für ihr jeweiliges Geschäftsfeld geschützt. Auffällig ist die Affinität der Schweizer Saubermänner für moderne durch Software bekannte Namen hingegen schon, denn auch noch der Fleckenentferner mäc oxi trägt einen nicht nur für Computerfreaks durchaus bekannten Namen.