Saturday looks good to me: Das allerletzte Deutschland-Konzert

Carolin Buchheim

Wer "Satuday looks good to me" gestern abend verpasst hat, wird keine Chance mehr haben, die Band aus Michigan live zu sehen: Der Gig im Swamp war der letzte Deutschland-Gig der Band um Fred Thomas, die sich nach dieser Tour auflösen wird.



"So this is the last Gig in Germany, ever", sagte SLGTM-Frontmann Fred Thomas zu Beginn des Gigs. "I'm so glad you came."


Und war man als Zuschauer auch. Die Band war zu ihrer letzten Europa-Tour in Kleinstbesetzung angereist: Neben Fred Thomas waren nur Steve Middlekauf an den Drums und Scott Sellwood am Keyboard mit dabei. "Where's Betty?", fragte einer der Zuschauer nach einem der ersten Songs, und Thomas quittierte die Frage mit einem Blick zu seinen Bandkollegen und dem etwas patzigen "She's not here." Nunja.

Zum Glück blieb das die einzige Missstimmung an diesem Abend, von den weinenden Schweizer Fußballfans auf dem Fernseher im Swamp-Hinterzimmer einmal abgesehen.



Nachdem als Support überraschend nicht der niederländische Songwriter The Black Atlantic aufgetreten war, sondern White Chocolate knappe zwanzig Minuten angenehmen Post-Rock gespielt hatten, spielten Saturday looks good to me ein gut vierzigminütiges, intensives Set, das dank Kleinstbesetzung angenehm rockig aber trotzdem melodisch war.

Das gute Dutzend Fanboys und -girls unter den Gästen des gutgefüllten Swamp (entgegen derErwartung von fudder-User Seelsorger war das Geschlechterverhältnis unter den Gästen übrigens ausgeglichen) tanzte ausgelassenen; letzte Gelegenheiten müssen ja schließlich ordentlich begangen werden.

Dazu dann noch zwei mal zwei Zugaben, inklusive Songwunsch-Möglichkeit, der im Fall des Wunsch-Songs "Alcohol" mit Handkuss quittiert wurde, fertig.

Ein tolles Konzert.

"We'll all keep playing music", sagte Fred Thomas nach dem Gig. Hoffentlich kommen diese Nachfolge-Bands auch wieder ins Swamp.



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