Nach Kritik an AfD-Demo

Sascha Fiek wehrt sich gegen Facebook-Shitstorm

bz

Der langjährige Freiburger Stadtrat Sascha Fiek (FDP) hat die AfD auf Facebook als "widerlich" bezeichnet - daraufhin kassierte er viel Kritik mit mehr als 1000 Kommentaren.

FACEBOOK-KOMMENTARDie Partei Liberal-Konservative Reformer (bisher Alfa) wirft dem langjährigen Freiburger FDP-Kreisvorsitzenden und Ex-Stadtrat Sascha Fiek volksverhetzende Äußerungen vor. Fiek hatte am Sonntag an der Gegendemo zu von der AfD angemeldeten Demo teilgenommen. Dabei hatte er auf Facebook von der "widerlichen AfD" geschrieben: "Wir dürfen der Intoleranz der braunen Ratten nicht länger mit falscher Toleranz begegnen." Das hatte ihm viel Kritik und mehr als 1000 Kommentare eingebracht. Die Bezeichnung von Menschen als "Ratten" sei nicht hinnehmbar, schreibt nun Petra Coenders, Beisitzerin im Landesvorstand der Liberal-Konservativen Reformer. Fiek stelle sich damit gegen die im Grundgesetz verbriefte Menschenwürde. Volksverhetzende Äußerungen seien für Demokraten nicht hinnehmbar und ein Fall für den Staatsanwalt. Coenders fordert von der FDP als Zeichen den Parteiausschluss von Sascha Fiek. Derartige Äußerungen dürften nicht hoffähig gemacht werden. Fiek schrieb am Montag, dass ihn ein Shitstorm voller Hass erreicht habe. Die von ihm gewählte Ausdrucksweise sei derbe, politisch unkorrekt und nicht respektvoll. Er habe in politisch immer extremeren Zeiten die Contenance verloren. Er bekam neben viel Kritik auch Unterstützung. So kommentierte die SPD-Fraktionschefin im Gemeinderat, Renate Buchen: "Ich fand die Äußerung zwar drastisch, aber berechtigt."