Samstag: 206 im Swamp

Gina Kutkat

Grimmig und hoffnungsvoll. Melancholisch und rebellisch. Gegensätze ziehen sich bekanntlich an. Diese Schlauheit trifft auch auf die deutsche Band 206 zu. Das Trio aus Halle macht wütenden Post-Punk mit kritischen Texten und wird als derzeit heißester deutscher Rockact gehandelt. Samstagabend spielen die Herren im Swamp.



Schon im Mai 2011 konnte man sich von der Qualität der Rockband 206 im Slow Club überzeugen. Wütend, rebellisch, kritisch, kampfeslustig und zornig sind die Adjektive, mit denen Musik und Texte der drei Musiker immer wieder beschrieben werden. Auf ihrem Debütalbum "Republik der Heiserkeit" rufen 206 zum Kampf gegen den Ist-Zustand auf. Sie sind für einen neuen Zusammenschluss und gegen Nazis, Konsum und das Vergessen der Geschichte.


Mit viel Bass, einem präzisen Schlagzeug, monotonen Tonläufen und aufgebrachtem Gesang verbreiten 206 ihren Unmut, ohne dabei jedoch in Selbstmitleid oder ein Jammerlappen-Dasein zu verfallen. Sänger Timm Völker beschreibt viel mehr das Hier und Jetzt und sieht alles vielleicht ein bißchen Schwarz, aber nie ohne Hoffnung. Weiter entfernt von gutgelaunten Rock'n'Rollern und hippen Indie-Electro-Bands kann man fast nicht sein. Wer das als Kompliment versteht, sollte sich das Konzert am Samstag unbedingt anschauen.

Hallo Hölle - 206

Quelle: YouTube
[youtube -I7uH3AnScQ nolink]

Mehr dazu:

Was: Konzert - 206
Wann: Samstag, 7. Januar 2012, 21 Uhr
Wo: Swamp
Am Nachmittag gibt's zum Vorgeschmack schon einen Instore-Gig von 206 bei Flight13.

 
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