Russisch-Abi 2012: Wie war's?

Dana Ghafoor-Zadeh

Das schriftliche Abi ist geschafft. Die Abiturienten in Baden-Württemberg haben vier Prüfungen geschrieben und können sich jetzt auf die Osterferien freuen. Jana und Dana waren heute noch an der Freien Waldorfschule und haben die letzten Prüflinge gefragt, wie Russisch lief.

Charlotte, 19



„Es lief eigentlich erstaunlich gut. Es waren tolle Themen. Es kamen unsere Sternchenlektüren dran. Wir haben zwar völlig umsonst Landeskunde gelernt, aber man konnte es irgendwie mit einfließen lassen. Die Vorbereitung war sehr gut. Wir waren ein Kurs von fünf Leuten, weil fast niemand Russisch machen wollte. Das war dann wie Einzelunterricht, wie ständige Nachhilfe, und der Lehrer konnte sehr gut auf den Einzelnen eingehen.


Ich habe Russisch schon immer gern gehabt und war auch schon in Russland. Ich war in Sibirien, in Moskau in Irkutsk und am Baikalsee. Ich habe dort mein Sozialpraktikum gemacht. Ich bin einfach fasziniert von der Kultur und den Menschen. Ich habe mir gedacht, wenn wir schon die Chance haben, etwas Anderes zu machen, wieso soll ich das dann nicht machen?

Ich möchte jetzt, nach der Schule, wahrscheinlich für eine Zeit lang nach Russland gehen und vielleicht Slawistik studieren, aber da bin ich mir noch nicht ganz sicher. Heute kann ich endlich feiern. Wir sind ja die totalen Nachzügler. Es ist auch schön, dass viele aus unserer Klasse gekommen sind, um uns in Empfang zu nehmen."


Nila, 19



„Es lief richtig gut. Es gab gute Aufgaben und man konnte viel dazu schreiben. Im Unterricht haben wir die Lektüre gelesen und Landeskunde durchgenommen. Ich persönlich würde Russisch schon weiterempfehlen. Mir liegt es mehr als Englisch. Das Abi insgesamt fand ich schon stressig. Ich bin total erleichtert, dass es jetzt vorbei ist und freue mich auf Party. Ich glaube mit Russisch ist jetzt erst mal Schluss.“

Nora, 19


„Es war ziemlich gut. Ich hatte zur Vorbereitung die Landeskundethemen schön auf Kärtchen geschrieben, aber davon kam jetzt gar nicht so viel dran. Das war schade, es kam jetzt ganz viel zur Lektüre dran, aber das war auch gut. Sprachen liegen mir generell. Ich habe Russisch schriftlich gewählt, weil ich Englisch lieber mündlich machen möchte."

Ich fand die Vorbereitung für das Abi schon sehr viel. Meiner Meinung nach ging die Zeit nicht so schnell vorbei, wie immer alle sagen. Das war schon kräftezehrend, und ich konnte mich auch auf nichts Anderes mehr konzentrieren. Da macht alles keinen Spaß mehr, weil man das Abi so im Nacken sitzen hat. Das werde ich jetzt alles aufholen, also Zeit mit der Familie und mit Freunden verbringen.“

David, 19



„Das Russisch-Abi war eigentlich ganz gut. Die ersten beiden großen Aufgaben waren echt gut. Aber bei der dritten Aufgabe habe ich ein Detail nicht bemerkt und bin dann gegen Ende doch noch in Zeitdruck gekommen. Aber im Großen und Ganzen war es eigentlich ganz gut. Ich bin erleichtert, wobei es auch besser hätte laufen können, allerdings auch schlechter. Heute will ich feiern.

Jetzt gehen wir erstmal an die Dreisam und dann mal schauen, was der Abend noch bringt. Über das Mündliche denke ich jetzt noch gar nicht nach. Jetzt werden erstmal zwei Wochen Ferien gemacht. Ich hab mir in der Vorbereitung schon ein bisschen Stress gemacht. Aber ich denke, da muss man durch und ich hoffe es hat sich auch gelohnt.“

Myriel, 18



„Ich hoffe, es ist so gut gelaufen ist, wie sonst auch. Russisch ist eigentlich mein Lieblingsfach. Während der Prüfung habe ich mir am Anfang bisschen Druck gemacht, dass ich schnell mit dem ersten Teil fertig werde, aber vor allem am Schluss war es dann entspannt. Ich hatte viel umsonst gelernt, aber die Fragen waren echt okay und es war keine böse Überraschung dabei.

Ich war schon ganz oft in Russland, etwa sieben oder acht Mal. Teilweise war ich mit meinen Eltern dort, aber ich habe auch in Sibirien ein Sozialpraktikum gemacht. Ich spreche auch viel Russisch, weil wir oft Gäste aus Russland haben. Die Schrift ist eigentlich gar nicht schwierig. Ich kann fast genauso schnell Russisch schreiben, aber die Grammatik ist schon wesentlich schwieriger als Englisch.Heute Abend treffe ich mich mit den anderen und wir gehen noch feiern.“

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