Neuer Wölfe-Trainer

Russells Wechsel zum EHC Freiburg sorgt in Glasgow für Ärger

Benjamin Resetz

Freiburg feiert, Glasgow schäumt: Die Wölfe freuen sich über die Verpflichtung eines neuen Trainers. Peter Russell kommt aus Glasgow an die Dreisam. Dort ist man über die Entwicklung "not amused".

Nicht unbedingt mit dem besten Stil, dafür aber mit viel ehrlicher Meinung, haben sich die Eishockeycracks aus dem schottischen Glasgow zum am Montag bestätigten Wechsel ihres Trainers Peter Russell zum EHC Freiburg geäußert. Gerade erst ist die Meldung über das Engagement des britischen Nationaltrainers bei den Wölfen offiziell, da lassen die Schotten der Glasgow Clan (unter Russell Platz vier in der höchsten britischen Spielklasse) ihrem Ärger über den Abgang des erfolgreichsten Coaches in der britischen Eishockey-Historie freien Lauf.


"Offensichtlich sind wir bitter enttäuscht, dass das Vertrauen, das wir mit einem Dreijahresvertrag in Russell gesetzt haben, nicht erwidert wurde", kommentieren die Glasgow Clan den Abschied von ihrem Trainer, der nach einem von drei Vertragsjahren von seiner Ausstiegsklausel Gebrauch macht, in verschiedenen sozialen Medien.

"Widerwillig müssen wir seine Kündigung akzeptieren" die Glasgower Vereinsführung
"Widerwillig müssen wir seine Kündigung akzeptieren", so die Glasgower Vereinsführung weiter. Unter Fans der "Purple Army", wie sich die Glasgower selbst bezeichnen, gehen die Meinungen zu Russells Abschied auseinander. Während die einen ihm fehlende Identifikation mit dem Verein und Gier vorwerfen, haben andere Verständnis für den Wechsel in die als ungleich stärkere Spielklasse geltende DEL 2.

Für Daniel Heinrizi, den Sportlichen Leiter des EHC Freiburg, steht fest, dass sich sowohl Peter Russell als auch der Verein völlig korrekt verhalten haben. "Peters Vertrag enthielt eine Ausstiegsklausel. Wenn ein Trainer dann von dieser Gebrauch macht, dann ist das ein normaler und korrekter Vorgang", so Heinrizi.

Russell selbst kommentierte den Vorgang noch nicht. Er weilt noch mit der britischen Auswahl bei der Weltmeisterschaft in der Slowakei. Seitens des EHC hieß es, beide Seiten freuten sich nach wie vor auf die Zusammenarbeit und die neue Herausforderung.