Rückrundenstart des SC Freiburg: Die Mannschaft hat Hunger

Till Neumann

Am Samstag ist das Warten vorbei: Der SC Freiburg startet gegen den FC St. Pauli in die Rückrunde. Nach vier Wochen Winterpause ist Robin Dutt optimistisch, das gesetzte Saisonziel zu erreichen: 40 Punkte. Jonathan Jäger fällt aus, Yacin Abdessadki - dessen Verfahren wegen Autoschieberei in dieser Woche eingestellt wurde - wird aber auf dem Platz stehen.



Zumindest nominell ist der SC Freiburg Favorit für das Spiel gegen den FC St. Pauli am kommenden Samstag, den 13. Januar 2011. Nach einer guten Hinrunde stehen die Badener mit 28 Punkten auf Platz 6 - nur eine Punkt hinter den großen Bayern. Der Gegner St. Pauli ist mit 17 Punkten auf Platz 15.


Für Trainer Robin Dutt spielt das aber "keine Rolle". Gegen die Paulianer sei vor allem die Mentalität entscheidend. Das Publikum am Millerntor und die Kämpfertypen des FC St. Pauli machten die Aufgabe schwer. Spieler wie Boll und Lehmann seien defensiv sehr stabil. Die Stärke des Gegners hatten die Freiburger in der Hinrunde zu spüren bekommen. Das Auftaktspiel verlor man zuhause mit 1:3. Doch Dutt sieht das locker: "Wir können gerne wieder verlieren, wenn wir dafür erneut 28 Punkte holen."

Über 2000 Fans werden die Mannschaft nach Hamburg begleiten. Alle Tickets im Gästeblock sind damit verkauft. Außer den Langzeitverletzten fällt nur Jonathan Jäger aus. Er hat sich einen Faserriss in der rechten Wade zugezogen.



Auf ein Traininslager in südlichen Gefilden hat der SC Freiburg in der Winterpause zum ersten Mal seit Jahren verzichtet. Die Entscheidung sei richtig gewesen, sagt Dutt. "Die Vorbereitung ist optimal verlaufen, die Spieler topfit. Ich sehe es ihnen an, die Mannschaft hat Hunger", betont der Trainer. Den Siegeswille haben seine Kicker jedenfalls schon bewiesen: Sie gewannen das Hallenturnier in Mannheim.

Dutts Devise für die Rückrunde ist klar: "Wir wollen unser Saisonziel - 40 Punkte - erreichen." Dafür müsse die Mannschaft die Stabilität der Hinrunde beibehalten. Er sagt das mit Optimismus, warnt aber auch vor einem möglichen Einbruch. Thema auf der heutigen Pressekonferenz war auch Yacin Abdessadki. Der Mittelfeldstratege wurde erst diese Woche vom Vorwurf der Autoschieberei freigesprochen. Musste aber 25.000 Euro Strafe zahlen, da er vorsätzlich falsche Angaben machte. Laut Dutt wird Abdessadki dennoch am Samstag spielen. Die Geschichte habe keinen Einfluss auf seine Leistung, er habe "den Kopf frei".

Auf weitere Fragen zur Aufstellung für das Spiel in Hamburg gab Dutt wie immer keine Auskunft. Nur eins verriet er: Im Testspiel letzte Woche gegen den Schweizer Erstligisten FC Thun habe ihm die zweite Halbzeit in der Spieler wie Yano und Caligiuri zum Zuge kamen, besser gefallen als die erste. "Das kann Auswirkungen haben, muss es aber nicht", sagt Dutt.

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