Rotwein und Rio Reiser - das neue Musikvideo der Freiburger Band Neo Rodeo

Laura Wolfert

"Alles Schutt und Asche, alles Staub und Rauch" - so sieht der Keller der Sundgauallee nach dem Filmdreh mit "Neo Rodeo" aus. Die Freiburger Band hat den Song "Ich bin müde" von Rio Reiser gecovert und dazu gleich ein Musikvideo gedreht:



Eine Flasche trockener Rotwein und vertrocknete Rosen garnieren den Tisch, der mit einem Tuch bedeckt ist. Um ihn hocken fünf bärtige Männer und blicken trist in die Kamera. „Ich bin müde“, drücken sie aus – und so heißt auch die neue Single der Freiburger Band Neo Rodeo.


„Das war ein französischer Landwein“, sagt Johannes Winter, Frontsänger. Das Foto ist ein neues Pressebild, denn: Die Band hat eine neue Single, ein Cover von Rio Reiser, aufgenommen, die Teil des zweiten, neuen Albums "Bingo Ringo" sein wird. Allerdings erscheint das erst Ende Juli - bis dahin sind noch zwei weitere Single-Veröffentlichungen geplant.



Wasser statt Rotwein – auf dem Coverbild der neuen Single sieht man das Ende einer Rocksession: Die Gitarre ruht auf dem Boden und das Mikrofon macht es sich auf dem Teppich bequem. Das Video zu „Ich bin müde“ spielt in einem Keller an der Sundgauallee, der unter anderem auch als Proberaum diente. Produzent des Musikclips ist Gitarrist Mathias Greule.

Der verstorbene Rio Reiser hat seinen Song „Ich bin müde“ nie im Studio eingespielt. Das Lied wurde 1983 erstmals während einer Live-Performance aufgezeichnet. Reiser krächzt dabei seine Zeilen „Alles Schutt und Asche“ ins Mikrofon und hackt auf die Tasten seines Pianos.

„Diese Variante ist wunderschön und schwer zu toppen“, sagt Johannes. Dennoch: Neo Rodeo traut sich den Song zu covern. Sie verpassen ihm mit der kratzigen Stimme des Frontsängers eine Priese Rock: Die Coverversion der Freiburger Band rüttelt wach. Woher der raue Sound? Vielleicht liegt das Geheimnis im trockenen Rotwein.

Die Single „Ich bin müde“ erscheint am 8. April bei Tapete Records, das Video hat Neo Rodeo vor wenigen Tagen veröffentlicht:



Mehr dazu:

[Foto 1: PR / Tapete Records, David Dietz; Foto 2: Merve Terzi]