Rollkunstlauf-EM in Freiburg: Alina de Silva im Interview

Anna Germek

Letztes Jahr bei der Europameisterschaft rollte sie zu Silber. Jetzt findet die EM in Freiburg statt. Die 16-jährige Alina de Silva geht wieder an den Start und beantwortet vorher sechs Fragen. Eindrücke vom Training gibt's auch.

Wer ist das junge Talent?

Schon mit fünf Jahren stand sie auf der Bahn und seitdem konnte sie nichts und niemand mehr davon wegbringen: Die 16-jährige Alina de Silva aus Freiburg-Zähringen hat portugiesische Wurzeln – und ist schon jetzt erfolgreiche Rollkunstläuferin. Wenn sie gerade nicht trainiert oder an Wettkämpfen teilnimmt, geht sie auf das Droste-Hülshoff-Gymnasium. Ein anderes sportliches Hobby, das sie buchstäblich bewegt, ist das Tanzen.

Sechs Fragen an Alina

Fudder: Warum hast Du mit dem Rollkunstlaufen angefangen?

Alina: Meine große Schwester ist mit der Schule dort hin gegangen und hat mir davon erzählt, weil es ihr so gut gefallen hat. Als Familie sind wir später gemeinsam dort gewesen und seitdem machen wir das beide.

Fudder: Wie war die EM letztes Jahr in Italien für Dich?

Alina: Es war ein sehr spannender und schöner Wettkampf. Und klar, eine Silbermedaille gewinnen ist toll – allerdings war es auch ärgerlich, weil ich mich durch einen kleinen Patzer auf den zweiten Platz befördert habe und die Europameisterin kurz vorher schon beim Deutschlandpokal geschlagen habe.

Fudder: Was erhoffst Du Dir von der EM dieses Jahr?

Alina: Ich hoffe natürlich, dass ich mein Können fehlerlos zeigen kann. Und den Titel zu holen, auf meiner eigenen Heimatbahn – das ist natürlich schon krass für mich.

Fudder: Was ist so besonders an diesem Sport?

Alina: Es ist einfach schön, vor Publikum zu laufen. Wenn man dann erfolgreich ist, kennt einen jeder. Man lernt viele Freunde innerhalb der Nation kennen, was sehr schön ist.

Fudder: Was sind Deine Pläne für die Zukunft?

Alina: Ich möchte auf jeden Fall etwas mit Sport machen, weil mir das sehr viel bedeutet – ich mache ja schon seit 11 Jahren Sport. Das könnte ich mir vorstellen weiter zu machen.

Fudder: Was ist sehenswert an der EM?

Alina: Wenn man den Sport nicht kennt, ist es immer schön zu sehen, wie dieser aufgebaut ist. Die Nationen haben unterschiedliche Laufstile, was es sehr interessant macht. Und wenn zum Beispiel ein Italiener läuft, feuern alle Italiener ihn an.



Beim Training mit Alina

Alina hat schon ein paar Runden gedreht, als ihr Trainer Michael Obrecht dazukommt. Heute trainiert sie die Disziplin, in der sie bei der heranrasenden EM antreten wird. Dabei sei es wichtig, die Linien auf dem Boden zu halten. Ein bisschen aufgeregt sei sie natürlich auch schon.

"Jetzt, vor dem Wettkampf, trainiere ich jeden Tag, sonst drei mal die Woche.", erzählt sie. Rund um das Training, bei dem Trainer Obrecht wichtige Tipps gibt, sind die Vorbereitungen für die nahende Europameisterschaft in vollem Gange. Auch ein Graffiti wird an eine Wand gesprüht. Nicht nur Rollkunstläufer oder Organisatoren treiben sich in der Halle herum, auch kleine Fans schauen Alina gebannt von draußen zu.

Gut mit der Schule und dem Alltag vereinbar sei das Training auch: "Ich komme nach Hause, esse, mache Hausaufgaben und gehe abends ins Training." Gut abschalten könne man dabei auch.
EM Rollkunstlauf 2016 in Freiburg

Vom 26. August bis 3. September finden im FT-Sportpark, Schwarzwaldstraße 181, die Europameisterschaften im Rollkunstlauf statt. Um die 300 Sportlerinnen und Sportler werden an der Start gehen – von jungen Nachwuchstalenten ab 14 Jahren bis hin zu den Besten unter den Erwachsenen. Rollkunstlauf auf hohem Niveau mit ausdrucksstarken Küren und akrobatischen Sprüngen sind dort zu bewundern. Karten sind online erhältlich oder in der FT-Geschäftsstelle verkäuflich.
  • Was: Europameisterschaft Rollkunstlauf
  • Wann: 26. August – 3. September 2016
  • Wo: FT-Sportpark, Schwarzwaldstr. 181