Robert Hoffmann kehrt zurück

Dirk Philippi

Fertig geschnürt haben die Wölfe Freiburg Ihr Paket, mit dem sie das große Ziel "Zweitligaaufstieg" erreichen möchten. Gestern Abend unterschrieb mit Robert Hoffmann, 31-jähriges "Kampfschwein" (O-Ton Ex-Trainer Sergej Svetlov) aus Weisswasser, der gewünschte Verteidiger einen Vertrag für die laufende sowie kommende Spielzeit, der bereits in der verganenen Saison als Assistenzkapitän für die Wölfe spielte und vor allen Dingen bedingungslos fightete.

Coach Peter Salmik hat die erfolglosen Jahre im Freiburger Eishockey allesamt hautnah miterlebt und offensichtlich haben ihn diese besonders eines gelehrt: Will man am Ende der Saison Playoffserien gewinnen, dann bedarf es neben Talent vor allen Dingen Wille, Härte und Kadertiefe.


Unter diesen Gesichtspunkten erklärt sich auch die Rückkehr von Robert Hoffmann, der sich im vergangenen Frühjahr als einer der wenigen damaligen EHC-Cracks mit aller Macht gegen ein Playoff-Aus stemmte. Nach Saisonende waren sich die Wölfe und Hoffmann dann praktisch auch über eine Vertragsverlängerung einig, ehe "Hoffe" allerdings doch ein Angebot seines Heimatvereins aus Weißwasser annahm. Nach elf Jahren Abstizenz konnte er der Verlockung nicht widerstehen und kehrte in die Lausitz zurück, wo er sich zugleich wieder in der 2.Bundesliga beweisen konnte. In 37 Spielen sammelte Hoffmann insgesamt drei Punkte und 110 Strafminuten.

Stichwort Strafminuten: Mit beängstigender Konstanz findet man Robert Hoffmann stets unter den Top-3 Strafzeitensammlern einer Spielzeit, was seiner robusten und aufräumenden Spielweise geschuldet ist. Geht es vor dem eigenen Tor zur Sache macht der Oldschool-Hockey-Spieler keine Gefangenen.

Für das Team bedeutet diese dritte Verpflichtung in zwei Wochen sowohl eine Verstärkung als auch - zusammen mit den weiteren Neuzugängen Roman Kadera und Adam Nittel - ein Facelifting, dessen Auswirkungen auf das Teamgefüge noch nicht absehbar sind. Sicher scheint nur, dass ein (unwahrscheinliches) Abwehrpaar Hoffmann-Nittel die Eisfläche in direkter Nähe des eigenen Torraums von unerwünschten Eindringlingen "befreien" würde.

Sein Comeback für die Wölfe soll Hoffmann voraussichtlich schon am Freitag beim Heimspiel gegen die Starbulls Rosenheim feiern.

Wölfe-Kader für die Restsaison (inkl. Aufstellungshypothese):

Glaser
----------
Mathis
Dirksen

White - Bares
Hoffmann - Markus Koch (Virta)
Ketter - Nittel (Wildgruber)
----------
Neumann - Wildgruber (Nittel)
Michael Frank - Marcel Koch

Mares - Kucharchik - Kadera
Billich - Vozar - Kottmair
Zappe (Liebsch) - Karhula - Hermann
----------
Liebsch (Zappe) - Wittfoth - Kunz
Weissleder - Böcherer - Linsenmeier

Mehr dazu: