Robben Ford: Mehr als "Frau weg, Flasche auf"

Max Orlich

Die Feststellung, dass Punk Rock nicht tot ist, wurde uns jüngst von Art Brut in Erinnerung gerufen. Aber wie steht es um die Lebendigkeit des Blues, dem Urgroßvater allen Rock'n'Rolls? Eine Antwort gibt Robben Ford morgen Abend im Jazzhaus.



Der Mittfünfziger aus Californien gehört neben Bernard Allison und Joe Bonamassa zu den gegenwärtig wohl interessantesten Bluesgitarristen. Außer dem Klischee des Autodidakten haben Ford und die Musik, die er spielt, aber nur noch wenig mit dem klassischen Blues eines Muddy Waters oder Robert Johnson zu tun. Es ist zeitgemäßer Blues mit einem gehörigen Anteil an Crossover zu Jazz, Funk und Rock.


Auch durch die Vorbilder seiner Jugend (wie überraschend: Jimi Hendrix, Led Zeppelin) und durch seine spätere Zusammenarbeit mit Miles Davis und George Harrison ist Ford mehr als ein Old-School Bluesman. Wie auch auf der aktuellen Platte „Truth“ zu hören, gelingt es ihm immer wieder, dem Blues eine moderne Prägung zu verleihen und ihn in die Gegenwart zu holen.

„Klassisch“ ist Ford nur auf textlicher Ebene, weil er neben den üblichen „Die Frau ist weg und ich betrinke mich“-Themen auch die sozialkritischen Wurzeln des Blues berücksichtigt. Dabei ist er weniger moralinsaurer Prediger denn spielfreudiger Humorist - morgen mit dem Auftrag, aus dem Jazzhaus ein Blueshaus zu machen.

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  • Wann: Mittwoch, 14. November, 20 Uhr
  • Wo: Jazzhaus Freiburg