Hardcore-Rap aus "Crimefelden"

Rheinfelder Rapper Thomas Damager bringt zweites Album heraus

Dennis Gal

Thomas Dreschler ist zwar von Beruf Altenpfleger. Vielen ist er aber als Thomas Damager bekannt. Der Hobby-Rapper aus Rheinfelden hat nun sein zweites Album produziert.

Ganz lässig öffnet Damager in Jogginghosen die Tür, setzt die Sonnenbrille auf und besteht darauf, das Gespräch draußen zu führen. Die Frühlingssonne scheint warm und in der Natur ist er am liebsten.


Seit insgesamt fünf Jahren schreibt Damager Songs und rappt. "Ein Kumpel von mir produziert die Songs und wenn die Zeit passt, dann machen wir sogar ein Video dazu", erzählt er.



Die aktuelle Platte heißt "Der Mann fürs Grobe", das gleichnamige Stück ist Damagers Favorit. Zeilen wie: "Ich seh’ aus, als wäre ich von der Pest befallen, denn ich bin als Kind in ein Fass voller Meth gefallen", sind hier Gang und Gebe. Jedoch wird im Gespräch sehr schnell klar, dass die Songs parodierend gemeint sind. "Ich finde es einfach amüsant, dass manche Rapper alles so bierernst nehmen müssen", lacht der Rapper, der gerne Musik von K.I.Z., Retrogott und Ssio hört, alles Rapper, die ebenso Humor in ihren Texten haben wie er.

"Ich weiß, dass man sich nicht um meine CDs reißen wird, aber sicherlich wird der eine oder andere Interesse daran zeigen." Thomas Damager
Dass viele seiner Lieder gut gemeinter Klamauk sind, merkt man auch an anderen Titeln. "Kornhub" etwa dreht sich um die Sucht nach Korn; "0800 – Deine Mutter", ist ein kleiner, spaßiger Diss, also ein ironischer Beleidigungsrap. Auch wechselt die Tonart der Lieder immer wieder: In einem rappt er ganz gelassen, im nächsten probiert er sich gesanglich aus – worauf er eben Lust hat. Die Inspiration zu seinen Texten findet er meist, wenn er in der Natur sitzt und sich einfach wohlfühlen kann.

Die nun anstehende Releaseparty ist ein kleiner persönlicher Traum von Dreschler, der dazu gute Freunde eingeladen hat, die mit ihm auch auftreten werden. Bis dahin möchte er 100 CDs produzieren, die er an den Mann bringen möchte: "Ich weiß, dass man sich nicht darum reißen wird, aber sicherlich wird der eine oder andere Interesse daran zeigen." Nicht nur seine neuen Songs möchte er präsentieren, sondern auch ein paar seiner älteren auspacken, denn die kämen bei seinen Fans immer gut an, ist Dreschler überzeugt.

Releaseparty ist ein persönlicher Traum

"Ich wollte am Anfang nur einige wenige Songs schreiben, aber letztendlich lief es auf elf hinaus, weswegen ich daraus mit meinen Kumpels ein kleines Album gebastelt habe", sagt der 28-Jährige. Wenn die Release-Party geschafft ist, will er weiter machen. "Es macht mir einfach ziemlich Spaß."

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