Revolutioniert ein 17-Jähriger die Batterietechnik?

Konstantin Görlich

Bessere Batterien stehen auf der Wunschliste von Elektromobilitätsenthusiasten ganz oben. Dank Julian Badura vom Gymnasium Kenzingen könnte dieser Wunsch in Erfüllung gehen. Er hat ein spezielles Redoxkatalyseverfahren erfunden - und zum Patent angemeldet:



Noch ist es nur ein Modell, mit dem die Anwendung des Verfahrens, das Julian Badura entwickelt hat, simuliert wird. Aber seine Erfindung könnte das Potential haben, die Akkutechnik zum Beispiel in Elektroautos zu revolutionieren. Julian ist 17 und besucht die 11. Klasse des Gymnasiums Kenzingen. Bio und Chemie sind seine Hauptfächer - Elektrochemie, das kann man sagen, hat er drauf.


In seiner Arbeit, mit der er bei Jugend forscht teilnimmt, geht es um eine spezielle, von ihm entdeckte Form der Katalyse bei Redoxreaktionen, der Redoxkatalyse. In der Beschreibung des Projekts heißt es: "Hierbei werden energetisch ungünstige Verhältnisse bei der Aufladung von Batterien umgangen, um Elektronenübertragungen in elektrischen Stromkreisen durch zusätzliche Redoxreaktionen, die die elektrischen Pole der ausgehenden Spannungsquelle unterstützen, begünstigt ablaufen zu lassen. Dabei wird die Aktivierungsenergie ins Negative herabgesetzt."

Was auch immer das genau bedeutet - die Batterie hat damit eine höhere elektrische Gesamtleistung. Bessere Batterien stehen auf der Wunschliste von Elektromobilitätsenthusiasten ganz oben. Kein Wunder, dass Julian seine Erfindung zum Patent angemeldet hat.

Ob er damit reich wird? "Das wird sich mit der Zeit zeigen."

Mehr dazu:

Was: Regionalwettbewerb Südbaden – Jugend forscht
Wann: Donnerstag und Freitag, 18. und 19. Februar 2016
Wo: Messe Freiburg
Eintritt: frei (öffentliche Ausstellung am Freitag, 19. Februar, 9 bis 14.45 Uhr)
Disclosure

Fudder ist Medienpartner des Regionalwettbewerbs Jugend forscht. Dieser wird in Südbaden traditionell vom Waldkircher Unternehmen Sick AG durchgeführt. Im Rahmen dieser Kooperation gibt es wieder unser Forscher-Blog mit freundlicher Unterstützung der Sick AG, in dem wir einige  interessanteste Themen rund um das Thema Jugend forscht präsentieren.

[Foto: Julian Badura]