Reichlich Alkohol im Straßenverkehr: Fünf Unfälle

David Weigend

Sowohl Autofahrer als auch Radler scheinen am Wochenende ordentlich einen getankt zu haben, so dass es zu einigen Unfällen gekommen ist. Hier die Bilanz der Polizei.

Am Freitagabend gegen 18.30 Uhr war ein 53-jähriger, alkoholisierter Autofahrer auf der Tennenbacher Straße unterwegs. Er steuerte in Schrittgeschwindigkeit auf die Gegenfahrbahn, wo ein bereits gestopptes Auto stand, das von einer unsanften Touchierung dennoch nicht verschont wurde. Der Mann setzte seine Fahrt fort und geriet wenige Meter später erneut auf die linke Fahrbahnseite, wo er frontal mit einem entgegen kommenden Wagen zusammenstieß. Auch der Fahrer dieses Autos hatte die Gefahr erkannt und bereits angehalten. Nach diesem zweiten Unfall setzte der Betrunkene zurück und dann seine Fahrt nach Hause fort. Sein demoliertes Auto stellte er vor seiner Wohnung ab und wurde dort von der Polizei gefasst. Der festgestellte Alkoholwert lag deutlich über 2 Promille. Der Führerschein wurde beschlagnahmt, eine Blutentnahme angeordnet. Sachschaden rund 4.000 Euro.


Ebenfalls am Freitagabend, kurz vor Mitternacht, verlor ein betrunkener Fahrer, der knapp 2 Promille Alkohol im Blut hatte, die Gewalt über sein Fahrzeug und prallte an der Ecke Zähringer Straße/Isfahan-Allee gegen eine Ampelanlage. Der Schaden am Auto und der Ampelanlage beläuft sich auf mindestens 10 000 Euro. Dem Verursacher, einem 61-jährigen Mann, wurde ebenfalls eine Blutprobe entnommen und der Führerschein entzogen.

Ohne Schaden anzurichten verunfallte am Samstagmorgen, um kurz vor 2 Uhr, eine 22-jährige Studentin im Bereich Oberlinden, als sie mit knapp 2,4 Promille Alkohol im Blut mit ihrem Fahrrad in die Straßenbahnschienen geriet und stürzte. Dabei verletzte sie sich.

Eine andere Radfahrerin, mit rund 1,8 Promille Alkohol im Blut, verunfallte am gleichen Morgen um kurz nach 3 Uhr auf der Kaiser-Joseph-Straße. Vor dem Siegesdenkmal war auch sie in die Straßenbahnschienen geraten und gestürzt. Sie wurde verletzt und vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Die gleiche, betrunkene Frau begegnete der Polizei knapp zwei Stunden später erneut auf der Kaiser-Joseph-Straße. Aufgefallen war sie diesmal wegen ihres auffälligen Kopfverbands. Die Frau hatte aufgrund ihrer erheblichen Alkoholisierung die Orientierung völlig verloren. Die Polizei kümmerte sich um die Betrunkene.

Am Samstagabend gegen 18.30 Uhr dann der Hilferuf eines anderen Autofahrers, der durch eine offensichtlich betrunkene Fahrerin im Bereich der BAB-Ausfahrt Freiburg-Nord gefährdet worden war. Die Polizei konnte die Frau mit über 2,2 Promille Alkohol im Blut in ihrer Wohnung in einer Umlandgemeinde antreffen. Sie gab zu, mit dem Auto auf der BAB 5 von Norden kommend unterwegs gewesen zu sein.

Am Sonntagmorgen dann die nächste und diesmal folgenreiche Trunkenheitsfahrt: Auf regennasser Fahrbahn war kurz nach 5 Uhr, auf der Straße zur Unterführung unweit des Hauptbahnhofes, ein 31-Jähriger mit knapp 2 Promille Alkohol im Blut verunglückt. Der Mann hatte in der scharfen Kurve die Herrschaft über seinen Wagen verloren, war gegen den Bordstein geprallt und hatte anschließend sein Auto überschlagen. Das Auto blieb auf dem Dach liegen.

Auch hier folgten eine Blutentnahme und die Beschlagnahme des Führerscheins. Der verletzte Fahrer wurde in ein Krankenhaus gebracht. An seinem Auto entstand ein Schaden in Höhe von mindestens 6000 Euro.