Preiserhöhung

Regiokarte des Verkehrsverbunds Freiburg kostet ab August 60 Euro

Manfred Frietsch

Die übertragbare Regiokarte wird vom 1. August an 60 Euro kosten – 2,50 Euro mehr als bisher. Keine Preissteigerungen gibt es beim Semesterticket, bei Mehrfahrtenkarten und bei Einzelfahrscheinen.

Dagegen werden die 24-Stunden-Tickets teurer. Als Gründe für die Preiserhöhungen nennt der RVF in einer Pressemitteilung deutliche Kostensteigerungen, die bei den im Verbund tätigen Verkehrsunternehmen angefallen seien. Vor allem die Lohn- und Energiekosten würden steigen. Die so ermittelte Inflationsrate für den öffentlichen Nahverkehr hätte eine Anpassung der Tarife um 2,52 Prozent zugelassen.


"Insgesamt fällt der Preisanstieg geringer aus", sagt Thilo Ganter von der RVF-Geschäftsstellenleitung, "wir liegen etwas über zwei Prozent." Damit werden Mehreinnahmen von gut zwei Millionen Euro einkalkuliert. "Wir versuchen, die Erhöhung so marktverträglich wie möglich zu gestalten", sagt RVF-Geschäftsführerin Dorothee Koch. Darum passe man den Preis für den Einzelfahrschein nur im Drei-Jahres-Rhythmus in Zehn-Cent-Schritten an. In der ersten Preisstufe kostet er damit weiterhin 2,30 Euro, in Stufe zwei 4 Euro, in Stufe drei 5,70 Euro.

Preisanstieg ist bei der Regiokarte am stärksten

Bei der normalen übertragbaren Regiokarte liegt der Preisanstieg mit 4,35 Prozent deutlich über dem Gesamtschnitt. Mit der Regiokarte, die flexibel an jedem beliebigen Kalendertag erworben werden kann, steigen auch die Tarife der Jahreskarte, für die der Preis von zehn Monatskarten fällig wird – sie kostet künftig 600 statt 575 Euro. Umgerechnet auf einen Monat sind dies 50 Euro. Die Regiokarte im Abo, deren Betrag monatlich abgebucht wird, erhöht sich von 50,30 auf 52,50 Euro.

Rund 20.000 Kunden beziehen solche Abo-Regiokarten oder haben ein vom Arbeitgeber gefördertes Job-Ticket, wie Ganter erklärt. Preislich liegt das ebenfalls monatlich in Rechnung gestellte Jobticket gleichauf mit der Jahreskarte, ist aber unter der Woche nur für den Besitzer nutzbar. An Sonn- und Feiertagen können aber auch beim Jobticket, wie bei der übertragbaren Regiokarte und ihrer Abo-Variante, ein Erwachsener oder bis zu vier Kindern mitgenommen werden. Der Preis für Ergänzungskarten zur Regiokarte, um in einen der Nachbarverbünde pendeln, bleibt stabil bei 22 Euro.

Das Schüler-Abo kostet 80 Cent mehr

Die persönliche, nicht übertragbare Basis-Regiokarte ohne Mitnahmemöglichkeit an Sonn- und Feiertagen wird nur um einen Euro auf 55 Euro verteuert, ebenso die Schüler-Regiokarte auf 42 Euro. Das Schüler-Abo in den Landkreisen Breisgau-Hochschwarzwald und Emmendingen verteuert sich um 80 Cent auf 35,60 Euro im Monat. Es wurde zum August 2016 eingeführt und hat sich, so Ganter, als Erfolg erwiesen.

Nach 14.000 Schüler-Abos vor einem Jahr seien es inzwischen rund 21.000. Die Regiokarte für Schüler erlaubt auch an Wochenenden, Feiertagen und in den Ferien kostenlose Fahrt in den vier Nachbarverbünden des RVF, von der Ortenau bis an den Hochrhein, nach Basel und auf die Baar.

Unverändert kostet das Semesterticket 94 Euro. Der Tarif war mit dem Studierendenwerk für zwei Jahre – bis Sommersemester 2019 – ausgehandelt worden.

Die Tageskarte Region 24 steigt um 20 Cent auf 6,40 Euro, als Netzkarte um 40 Cent auf 12,80 Euro. Als Gruppenkarte für bis zu fünf Nutzer erhöht sich die Tageskarte um 40 Cent auf 12,80 Euro in Preisstufe 1 und um 80 Cent auf 25,60 Euro bei netzweiter Gültigkeit.