Razzia in Wettbüro: Polizei beschlagnahmt Bargeld, Jetons und Poker-Tisch

Daniel Laufer

In der Nacht auf Samstag hat die Polizei mit einem Durchsuchungsbeschluss ein Wettbüro in der Freiburger Schnewlinstraße gestürmt. Die Hintergründe:



Die Polizei hat vermutlich eine illegale Pokerrunde ausgehoben. Schriftstücke, große Mengen Bargeld, Jetons und einen professionellen Pokertisch hat die Polizei in der Nacht auf Samstag in einem Wettbüro in der Schnewlinstraße sichergestellt.


Schon seit 2012 ermittelte die Polizei in diesem Fall. Wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen unerlaubten Glücksspiels erwirkte die Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Freiburg nun einen Durchsuchungsbeschluss. Gewerbsmäßig bedeutet, dass der Betreiber versucht hat, sich dauerhaft seinen Lebensunterhalt damit zu finanzieren. "Jetzt muss ausgewertet werden, in welchem Umfang dort Glücksspiel stattgefunden hat", sagt Mächtel.

15 Personen befanden sich in dem Wettbüro, als die Polizei es gegen 2 Uhr stürmte. Sie stellte die Personalien aller Beteiligten fest. Sowohl der Betreiber, als auch die Teilnehmer einer möglichen Glücksspielrunde könnten bestraft werden, bewahrheitet sich der Vorwurf.

Für das gewerbsmäßige unerlaubte Veranstalten eines Glücksspiels drohen zwischen drei Monaten und fünf Jahren Freiheitsstrafe. Die Teilnehmer müssten dann mit Geldstrafen rechnen, bis hin zu einer sechsmonatigen Freiheitsstrafe: Glücksspiel ohne Konzession ist in Deutschland verboten.



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[Foto: dpa (Symbolbild), Bernhard Amelung]