Rapport von der Haupttribüne: SC Freiburg gegen 1. FC Nürnberg

SC-Rapporter

Endlich wollte unser SC-Rapporter auch mal auf der Haupttribüne sitzen und von dort aus seinen SC anfeuern. Das Ergebnis seiner Bemühungen: 2:2 gegen den 1. FC Nürnberg.



Vor dem Anpfiff …

Ich bin heute etwas spät dran. Bin eigentlich die Nord gewohnt und also auch zwei Stunden Warten auf den Anpfiff. Heute ist alles anders: Um 15 Uhr schlendere ich entspannt in Richtung Haupttribüne. Kein Gerenne um den besten Stehplatz. Irgendwie auch mal angenehm. Auf dem Weg zu meinem Platz, in der ersten Reihe, gönne ich mir das erste Bierchen und komme mit ein paar älteren Herrschaften ins Gespräch. Genau so habe ich mir die Haupttribüne vorgestellt: Neureiche und pöbelnde Rentner. Ob sich mein Vorurteil während des Spiels bestätigt?

Das Stadion

Eine leichte Anspannung auf den Tribünen. Das Ende der Saison ist greifbar nahe und gleichzeitig so spannend wie schon lange nicht mehr. Gerade in der unteren Tabellenhälfte ist noch alles möglich. Wahrscheinlich suchen auch deswegen 25.000 Zuschauer, also ausverkauftes Haus, den Weg ins Dreisam-Stadion.

Aufregung vor dem Spiel

Während die Mannschaften einlaufen, wenden sich plötzlich alle Köpfe zur Nordtribüne. Jetzt bin ich EINMAL nicht da, und die Ultras stehen Kopf: Dicke Nebenwolken hüllen dir Tribüne ein. Zwei rote Bengalos wurden gezündet. Die Haupttribüne beginnt, ihre Mit-Fans auszubuhen. Die Pyrotechnikfrage wird mit diesem Ereignis in eine neue Runde gehen. Ich kann mich nicht erinnern, dass die Freiburger zu Hause schon mal gezündelt haben. Kopfschütteln auf den Plätze neben mir.



Die 45. Minute

Es steht bereits 0:1 für Nürnberg. Die Freiburger spielen eine erschreckend schwache erste Halbzeit. Was ist nur mit unseren Jungs los? Dann der Schock: Der Nürnberger Stürmer Thomas Pekhart erzielt das 0:2. Zeit für die Haupttribüne, die Halbzeit einzuläuten. Beim Abpfiff kommt es mir so vor, als säße ich alleine auf der großen Tribüne. Augenrollen ist angesagt. Was sind das für Fans?

Der König des Platzes

Schwer zu sagen: Die erste Halbzeit haben die Freiburger komplett verpennt. Zum Glück wurde die passive Haltung der Nürnberger in der zweiten Halbzeit bestraft. Die gesamte SC-Mannschaft rettet durch großen Kampfgeist ein Unentschieden und damit einen Punkt.

Fazit

„Nie mehr zweite Liga“ ist vielleicht noch etwas früh. Aber: Wir sind auf einem guten Weg.

Am Dienstag geht's in die Hauptstadt - Englische Woche. Wir sind gespannt und freuen uns über eine starke Heimbilanz in der Rückrunde. Drei Siege, drei Unentschieden können sich sehen lassen!