Randale-Girl muss Innenstadt meiden

Adrian Hoffmann

Zum ersten Mal haben das Amt für Öffentliche Ordnung und die Freiburger Polizei zu einem recht naheliegenden Mittel gegriffen, um die Innenstadt sicherer zu machen: Eine 19-jährige Freiburgerin hat einen Platzverweis bekommen. Im Interview mit der Badischen Zeitung sprach Polizeisprecher Ulrich Brecht von einer Reihe weiterer Menschen, die die Polizei im Auge habe.

Wie die Polizei mitteilt, darf sich bis zum 31. Oktober in der Zeit von 21 Uhr bis 6 Uhr nicht mehr in Freiburgs Zentrum aufhalten. Einzige Ausnahme: Das Durchfahren der Innenstadt in öffentlichen Verkehrsmitteln. Für den Fall einer Zuwiderhandlung droht ihr ein Zwangsgeld in Höhe von 300 Euro. Vorausgegangen waren eine Vielzahl von Störungen, die von der jungen Freiburgerin ausgegangen waren und die das Polizeirevier Freiburg-Nord in Atem hielt. Die Bandbreite reichte von Beleidigungen, Körperverletzungen, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sicherheits- und Ordnungsstörungen anderer Art. Nicht selten war die Frau dabei erheblich alkoholisiert. In einem Fall wurde gar ein Alkoholwert von über zwei Promille festgestellt.


Im Vorfeld dieser Maßnahme war der jungen Frau die Konsequenz schriftlich angedroht worden. Gleichzeitig wurde ihr rechtliches Gehör eingeräumt, das sie jedoch nicht beanspruchte. Mit dem jüngsten Auffälligwerden am 16. April 2006 brachte sie nunmehr das Fass zum Überlaufen und zwang die Behörden zum Handeln. Das Amt für öffentliche Ordnung und die Polizeidirektion Freiburg erwarten von diesem konsequenten Handeln, die Zahl der Körperverletzungen und ähnlicher Gewaltdelikte in der Freiburger Innenstadt zu reduzieren. Das Aufenthaltsverbot droht jedem, der im Umfeld von Diskotheken und ähnlichen Vergnügungsstätten strafrechtliche Normen beharrlich missachtet.