Ramp FM: Freiburgs neuester Internet-Radiosender

Carolin Buchheim

Nächsten Mittwoch startet Ramp.fm, vielleicht Freiburgs erster, aber ganz bestimmt Freiburgs neuester Internet-Radiosender, und zwar aus einem Mini-Studio im Hinterzimmer eines Geschäfts in der Löwenstraße. Caro hat eine Woche vor dem Start bei Senderchef Andreas Rentmeister vorbeigeschaut.



Die nächsten Tage werden hektisch für Andreas Rentmeister, 27, und seine Kollegen Adrian Ruschel und Olli Weiß vom brandneuen Freiburger Internet-Radiosender Ramp.fm: Eine Woche vor dem Sender-Start stehen immer noch Programmierarbeiten an der Website an.


"Aber der Stream läuft schon zur Probe", erklärt Andreas gut gelaunt. "Wenn ich Dir die URL geben würde, könntest Du schon mithören, was wir hier zum Üben schon mal einspielen."

Andreas sitzt im kleinen Studio im Hinterzimmer seines Geschäfts für Druckerzubehör in der Löwenstraße, vor ihm zwei Computer und drei Bildschirme, ein kleines Mischpult, und ein imposant aussehendes Mikrofon.

Nächsten Mittwochabend wird es Ernst für das neue Equipment und für Andreas, Adrian und Olli. Am ersten März, um 20 Uhr, gehen die drei zum ersten Mal live mit Ramp.fm auf Sendung. Von da an soll Ramp.fm 24 Stunden am Tag auf Sendung im Internet sein, mit einzelnen ausgewählten Live-Sendungen am Abend.

"Wir wollen ein Sender sein, auf dem es Sachen zu hören gibt, die sonst in kommerziellen Radiosendern nicht laufen: Big Beat, Breakbeat, House, Elektro, Indie, Downtempo, Old Skool und Funk", zählt Andreas auf. "Kommerziellen R'n'B und HipHop wird es bei Ramp.fm nicht geben. Und dumme Shows mit dummen Sprüchen wird es auch nicht geben. Wir wollen qualitativ hochwertiges Radio machen und werden eher dezent moderieren."



Auch wenn Andreas, Adrian und Olli mit dem Internet eine globale Plattform für ihren Sender gewählt haben, wollen sie primär regional relevant sein.
"Ich seh' unser Einzugsgebiet  ganz klar hier unten im Dreiländereck; Vielleicht bis nach Konstanz, Basel, Mulhouse und Karlsruhe", erklärt Andreas.

Der Sender soll nach Andreas Wünschen ein Regionalsender mit starken lokalen Bindungen und extrem guter Musik werden, eine Plattform für Freiburger DJs und Party-Veranstalter, auf der sie sich, ihre Musik und ihre Partys promoten können.
Damit das gelingt, haben  die Jungs von Ramp.fm schon eifrig Kontakte geknüpft: Jan Ehret (Kamikaze Klub) und Carla Commodore (Beatsalon, PlasticPopUpClub) sind bereits mit von der Partie; Andere lokale Party-Veranstalter und DJs sind jederzeit gerne willkommen.
Geplant sind unter anderem ausführliche Interviews mit großen und kleinen Acts sowie die Aufnahme und Sendung von DJ-Live-Sets bei Parties. "Damit man unter der Woche Abends noch mal hören kann, wozu man am Wochenende abgegangen ist."

Damit sie wirklich 24 Stunden Programm bieten können, werden Andreas, Adrian und Olli einige Tage im Vorraus produzieren, und nur die Live-Sendungen live über den virtuellen Äther bringen. Die Technik ist für den Zuhörer übrigens erfrischend unproblematisch: Ramp.fm kommt über einen integrierten Flash-Player, vergleichbar mit der YouTube-Technik innerhalb eines Browsers.

Angebote wie last.fm und Pandora, die personalisiertes Radio nach Bedarf anbieten, sieht Andreas nicht als Konkurrenz "Da bleibt man meiner Meinung nach zu schnell auf den immer gleichen Songs hängen. Die  Leute wollen mehr Abwechslung und auch eine redaktionelle Bearbeitung."



Und warum heißt Ramp.fm eigentlich Ramp.fm? "Ach, das ist eine etwas uncoole Geschichte", lacht Andreas. "Ich heiß' ja Rentmeister mit Nachnamen, und da nennen mich alle 'Rent'. Nur einer meiner Freunde hat das am Anfang nicht kapiert, und hat mich immer 'Ramp' genannt. Und das ist dann hängengeblieben. Und als wir zusammen einen Namen für den Radiosender suchten, fiel uns das als Erstes ein."

fudder wünscht Ramp.fm: Viel Erfolg!

Mehr dazu:

Ramp.fm: Website& MySpace