Raindrop Cake: Der Kuchen, der aussieht und schmeckt, wie sein Name vermuten lässt

Karlotta Könneke

Weil er kalorienfrei ist, hat der Raindrop Cake aus den USA einen Hype ausgelöst. Worum geht es bei diesem glibberigen Ding eigentlich – und wie stellt man es selbst her?

Seit Anfang des Jahres gibt es einen neuen Foodtrend, der im Internet einen Hype ausgelöst hat: Jeder Blogger, der etwas auf sich hält, postet ein Bild des veganen "Raindrop Cake", der null Kalorien hat und aussieht, der Name sagt es schon, wie ein großer Regentropfen. Noch mehr erinnert der Kuchen allerdings an eine Qualle oder ein Brustimplantat – lecker!


Die durchsichtige Masse besteht nur aus zwei Zutaten: stillem Mineralwasser und Agar Agar – einer Art pflanzlicher Gelatine. Erst durch Toppings erhält der geschmacksneutrale Kuchen ein Aroma. Klassische Garnierungen sind geröstetes Sojamehl und Sirup, beispielsweise aus Kokosblüten.

Erfinder der unkonventionellen Süßspeise ist der Amerikaner mit japanischen Wurzeln Darren Wong. Er experimentierte mit dem traditionellen japanischen Kuchen "Mizu Shingen Mochi" als Basis und fügte verschiedene Zutaten hinzu, darunter Schimmelpilze, bis er die endgültige Konsistenz erreichte.

Eine Träne zum Selbermachen

Auf dem Food Market Smorgasburg in Brooklyn verkaufte er den Kuchen erstmals – mit solchem Erfolg, dass man die Kreation nun nach und nach auch an anderen Orten ergattern kann.

Serviert wird die Träne in einer Bambusschale – in Anlehnung an die japanische Tradition. Man sollte sich jedoch beeilen den Kuchen, der auf der Zunge zergeht, zu essen, denn ungekühlt zerfließt er nach 30 Minuten. Was bei einem Preis von 8 Dollar doch sehr ärgerlich ist.

Wer den Kuchen probieren möchte, aber gerade nicht in New York verweilt oder keine 8 Dollar für einen geschmacklosen Kuchen ausgeben möchte, kann ihn sich auch leicht selber machen:
Einen Viertelliter stilles Mineralwasser aufkochen und einen Teelöffel Agar Agar-Pulver einrühren. Kurz köcheln lassen und dann mindestens zwei Stunden in den Kühlschrank stellen. Dann mit zwei Esslöffeln Sojamehl und Kokosblütensirup garnieren – fertig!