Räuber nehmen Geisel und überfallen Tankstelle

Alexandra Sillgitt & Oliver Huber

Eine brutale Strategie haben drei Tankstellenräuber in Freiburg gewählt. Zunächst überfielen sie einen Mitarbeiter vor seiner Wohnung, um dann mit ihm als Geisel zu seinem Arbeitsplatz zu fahren.



Nach ersten Informationen der Polizei überfielen die drei Männer am frühen Donnerstagmorgen einen Mann vor seiner Wohnung in Stegen an der Hauptstraße. Sie passten den Mann vor der Garage ab, bedrohten ihn mit einem Revolver und schlugen ihn brutal nieder.


Der Mann ist Mitarbeiter der OMV-Tankstelle in Freiburg-Haslach. Sie nahmen den Angestellten als Geisel, brachten ihn im Kofferraum eines Wagens zu der etwa zehn Kilometer entfernten Tankstelle an der Eschholzstraße, wo bereits zwei weitere Angestellte arbeiteten. Gegen 5.40 Uhr sollen sie dort angekommen sein.

"Die Gangster hielten der Geisel eine Pistole an den Kopf. Der Mann musste dann in der Tankstelle einen Tresor öffnen. Die Mitarbeiter wurden von den Räubern in einer Toilette eingesperrt", sagte Polizeisprecher Karl-Heinz Schmid der Badischen Zeitung. Daraufhin plünderten die Täter die Kasse und den Laden. Sie flüchteten mit einem dunkelfarbigen VW Golf in unbekannte Richtung. Ihre Beute: ein geringer Bargeldbetrag und Zigaretten im Wert von wenigen Tausend Euro.

Die Opfer brauchten wohl einige Zeit, um sich zu befreien. Erst gegen 7.35 Uhr ging der Notruf bei der Freiburger Polizei ein. Die Polizei hat umgehend eine sogenannte Ringfahndung eingeleitet. Die Mitarbeiter der Tankstelle stehen unter Schock.

Die Ermittler suchen nun dringend Zeugen und bitten gleichzeitig um erhöhte Vorsicht. Nach Angaben der Opfer waren die Räuber maskiert, trugen Handschuhe und Schuhe mit hellen Schnürsenkeln. Sie trugen Basecaps und Kapuzenpullis. Zwei Räuber sollen südländisch aussehen, einer soll möglicherweise russischer Herkunft sein. Hinweise bitte über Notruf 110 oder an die Telefonnummer 07 61/882 4884.