Heinrich-von-Stephan-Straße

Radler rettet sich vor 40-Tonner mit Sprung vom Rad

Carolin Buchheim

An der Stelle, wo am Mittwoch eine Radlerin von einem LKW erfasst und getötet wurde, hat es am Freitag wieder einen Unfall gegeben. Der Radler hatte Glück im Unglück und konnte vom Rad springen.

Es war der gleiche Unfallhergang wie am Mittwoch: ein LKW und ein Radler waren am Freitagmorgen um kurz nach 8 Uhr in Richtung Norden auf der Heinrich-von-Stephan-Straße unterwegs. Der 60-jährige Fahrer des LKWs will in Richtung B31, wechselt auf die Rechtsabbiegespur – und kollidiert mit einem 49-jährigen Radler, der ordnungsgemäß auf der auf der Straße liegenden Radspur fährt.


Radler rettet sich mit Sprung vom Rad

Doch im Gegensatz zu der 22-Jährigen, die am Mittwoch zu Tode kam, hatte der Radler allergrößtes Glück. Als der LKW sein Rad touchiert, kann er sich mit einem Sprung retten und wird nur leicht verletzt. Der 40-Tonner überrollte lediglich sein Fahrrad.

"Der LKW-Fahrer hat den Radler vermutlich übersehen", sagt Yannick Kunz vom Polizeipräsidium Freiburg in einer ersten Einschätzung des Unfalls. Kurz zuvor habe der Fahrer eine Gruppe Radler vorbei gelassen und den letzten Radler übersehen.

Die Unfallaufnahme dauerte rund eine Stunde, es kam zu Verkehrsbeeinträchtigungen und Staus.

2010 wurde die Heinrich-von-Stephan-Straße in ihrer aktuellen Fahrspurgestaltung fertiggestellt. Die Radspur mitten auf der Straße soll eigentlich die für Radler riskante Rechtsabbiegersituation sicherer machen. "Es ist eine geradlinige, übersichtliche richtlinien- und regelkonforme Führung," sagt Frank Uekermann, Leiter des Garten- und Tiefbauamtes, nach dem Unfall am Mittwoch über den Ausbau der Straße. "Diese Stelle ist kein Unfallschwerpunkt."

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