"Pumpipumpe" hilft beim Verleih von Haushaltsgegenständen

Sarah Röser

Der schweizer Verein bietet Sticker an, die auf den Briefkasten geklebt werden und dem Nachbar anzeigen, was er sich von einem ausborgen kann. Rund 70 Haushalte sind für Freiburg und Umgebung bereits gelistet.

Die Deckenlampe müsste dringend angebracht werden, aber es ist keine Leiter da, die lang genug ist. Man hat Lust auf Waffeln, aber kein Waffeleisen im Haus. Das Regal sollte aufgehängt werden, aber dazu braucht man eine Bohrmaschine. Vielleicht hat ja eine Nachbarin oder ein Nachbar diese Sachen?


Sticker zeigen, was man verleihen kann

In diesen Situationen will Pumpipumpe helfen. Der Schweizer Verein vertreibt Aufkleber für den Briefkasten, mit denen man seine Nachbarn auf Gegenstände hinweisen kann, die man gerne verleiht. Die niedlichen Sticker zeigen Leiter, Waffeleisen und Bohrmaschine, aber auch Grill, Pastamaschine und – man kommt ja schließlich aus der Schweiz – Raclette-Öfeli und Fondue-Set.

Parallel dazu gibt’s auf der Webseitedes Vereins eine Übersicht, wo es was zu borgen gibt.

Mehrere Freiburger Haushalte machen schon mit

Pumpipumpe ist in Südbaden noch kein Massenphänomen, aber schon erstaunlich populär: Rund 70 Haushalte sind für Freiburg und Umgebung gelistet, die meisten im Freiburger Stadtteil Stühlinger. In Waldkirch bietet ein freundlicher Nachbar gar eine Discokugel an. In Basel haben mehr als 120 Haushalte Sticker auf dem Briefkasten, in Zürich, wo Pumpipumpe herkommt, sogar mehr als 320.

Das große Ziel von Pumpipumpe ist ein bewussterer Umgang mit Konsumgütern – und mehr direkter Kontakt mit den Menschen in der Nachbarschaft. Statt elektronischer Kommunikation heißt es hier, ganz analog: Hingehen, klingeln, fragen. Und auch: Verleih auf eigene Verantwortung.