Pünktchen-Alarm bei Tante Ema

Gina Kutkat

Die Freiburger Grafik-Designerin Emanuela Pesché (30) hat ihren Traum vom eigenen Label verwirklicht. Unter der Marke "Tante Ema" entwirft sie Taschen, Kissen, Kulturbeutel, Portemonnaies und andere niedliche Deko-Artikel, die Emanuela als "Lieblingsstücke für dich" bezeichnet. Besonderes Kennzeichen: Pünktchen, Pünktchen, Pünktchen.



"Man muss die Sachen einmal anfassen, dann kann man sich selbst von der guten Qualität überzeugen", rät Emanuela Pesché. Bunte, fröhliche Stoffe, weiße Spitze, romantische Kordeln und verspielte Bommel - die Deko-Artikel sind nichts für schlichte Gemüter. Dennoch zeugen sie von einer gewollten Pragmatik.


"Alle Dinge, sollen auch zu gebrauchen sein. Ich designe nichts, was unpraktisch ist." Man muss ihr Recht geben, denn ihre Accessoires eignen sich hervorragend zur Aufbewahrung. Schminksachen, Badezimmerutensilien und Babyzubehör, hier findet jedes Ding ein entspreechendes Zuhause. "Tante-Ema-Stücke sollen in der Küche, im Bad oder Schlafzimmer Akzente setzen. Es sind kleine Details, die das Leben schöner machen." Bald soll die Kollektion auch durch Brillenetuis und Männerbermudas bereichert werden. "Bis zu meiner eigenen Mode-Kollektion ist es aber noch ein weiter Weg."

Angefangen hat Emanuela Pesché (l.) vor einigen Jahren mit den Entwürfen von Mustern. "Die habe ich zunächst nur auf Papier gedruckt. Meine erste Serie bestand aus Geschenkanhängern, Notizblöcken und Lesezeichen. Erst später kam dann der Stoff dazu."

Roter Stoff mit weißen Punkten, um genau zu sein. "Ja, rot ist meine absolute Lieblingsfarbe. Außerdem macht es sich gut mit weiß und blau." Für die neueste Kollektion hat Emanuela alias Tante Ema noch tiefer in den Farbtopf gegriffen und ihre Palette um Babyblau, zartes Rosa und Hellgelb erweitert. Das Punkte-Muster - Tante Emas Markenzeichen - gibt es in den Varianten "dicht gepunktet", "groß gepunktet" und "klein gepunktet". Eine Innovation ist diese Maserung zwar nicht gerade - man denke an die 50er Jahre oder an die aktuelle H&M-Teenie-Serie. Die Freiburger Desgnerin kümmert das aber nicht:  "Ich hatte schon immer ein Faible für Punkte."

"Tante Ema, das ist von meinem Vornamen Emanuela abgeleitet. Ich bin Tante Ema. Ich entwerfe nur Dinge, die ich selber gebrauchen kann und auch selber tragen würde. Ich bin sozusagen meine eigene Zielgruppe." Es steckt viel Liebe und Herzblut in den kleinen "Lieblingsstücken", die das Leben verschönern und den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern sollen. "Wir sind ein kleines Familienunternehmen, wir stellen die Dinge mit Liebe her und das sollen unsere Kunden auch spüren. Meine Mutter und meine Tante unterstützen mich bei den handwerklichen Dingen, ohne sie, würde ich es gar nicht schaffen." Auch die Werkstatt befindet sich in Emanuelas Elternhaus, "dort sieht es momentan aus, wie in einem kleinen Atelier."



Emanuela Pesché, die an der Freiburger Grafik Schule und an der University of Arts in Philadelphia studiert hat, betreibt nebenbei noch die Grafikfirma "Multimondo". "Tante Ema befindet sich noch ganz am Anfang, ich musste viel in Stoffe und das ganze Zubehör investieren, da brauche ich ein zweites Standbein." Wem Tante Emas Stücke gefallen, der kann sich über ihre Homepage näher informieren. Dort gibt es auch einen Online-Shop. Außerdem kann man die Sachen in Emanuelas Showroom in Gundelfingen (Gewerbestraße 80) begutachten - nach Terminvereinbarung.