Puderzucker - Hemdle fürs Mädle

Sophie Guggenberger

Jedes Land braucht junge Menschen, die was unternehmen und - zum Beispiel - ein eigenes Unternehmen gründen. In Freiburg und der Region gibt es jede Menge junger Menschen, die so mutig sind, diesen Schritt zu wagen. Aus diesem Grund starten wir heute eine neue Serie: "Breisgau Brands". In dieser Serie werden wir künftig Existenzgründer vorstellen, die ihre eigene Marke auf dem Markt etablieren wollen. Den Auftakt macht ein junges Modelabel aus Freiburg: Puderzucker. Hinter diesem neuen Label stehen die beiden Graphikerinnen Karo Schrey und Eva Eisenlohr. Sophie hat mit Karo über Puderzucker gesprochen.





Wie ist Puderzucker entstanden?

Während unseres Graphik-Studiums mussten wir ein Magazin designen, und da haben wir in unserer Gruppe ein Snowboard-Frauen-Magazin gemacht, das wir puderzucker genannt haben. Der Grundgedanke war, ein deutsches Wort zu finden, mit dem Pulverschnee und feiner Sandstrand assoziiert werden. Für die Präsentation unseres fertigen Magazins haben wir uns das puderzucker-Logo auf T-Shirts gebügelt und die hatten wir dann auch so beim Partymachen an, weil sie uns gut gefallen haben. Und da haben alle Leute gesagt: “Wir wollen auch welche haben!”

Ab diesem Zeitpunkt begann das Bügeln. Die allerersten selbstgebügelten T-Shirts haben wir im Winter 2003 gemacht. Später wurden immer mehr T-Shirts in unterschiedlichsten Farben bei uns bestellt. Ohne Internetseite oder Werbung verkauften wir so um die 250 T-Shirts und Pullis mit unserem ersten Design nach Köln, München, Hamburg, Tübingen, Stuttgart, Darmstadt, Heilbronn, Heidelberg, Berlin, Mainz, Wiesbaden und sogar nach London und Afrika. Dieser Erfolg gab uns die Bestätigung, dass wir das Projekt auf jeden Fall weiterführen sollten. Wir machten anschließend puderzucker zum Thema unserer gemeinsamen Studiums-Abschlussarbeit und arbeiteten vier Monate intensiv an neuen Designs und allem was dazu gehört.

In einem Satz: Was ist Puderzucker?

Ooohhh, manno. Das ist echt schwierig! Liebevoll gemacht, viel Handarbeit?ich denk noch ein bisschen drüber nach...ok, hab es, glaub ich: puderzucker ist das Ergebnis unseres bisherigen Lebens, mit allen Gefühlen die man so haben kann: Freude, Stress, Ärger, Zufriedenheit und ganz viel Liebe.

Wie sollen sich die Leute fühlen, wenn sie ein puderzucker-Shirt anhaben?

Sie sollen denken: Ich habe was Schönes, Besonderes an, was nicht viele Leute haben. Aber in erster Linie soll man sich wohlfühlen, stylish und wenn man an einem Spiegel vorbeikommt, soll man denken: cooles T-Shirt!



Wie sieht das Puderzucker-Sortiment aus?

Richtig produzieren lassen wir jetzt T-Shirts. Die Aufkleber müssen wir mittlerweile auch nicht mehr selber ausschnippeln, was wir ja lange lange gemacht haben. Buttons und Kappen machen wir selbst, und zum Teil bügeln wir auch noch selber Pullis. Als nächstes wollen wir Taschen machen, aber T-Shirts sind eigentlich das Hauptding.

Ist das Ganze eher für Männer oder für Frauen?

Puderzucker ist schon eher für Frauen. Also für Männer machen wir auch T-Shirts, die werden gerade produziert, aber eigentlich ist es eher was für Frauen.

Inspiriert Euch der Schwarzwald bei Euren Ideen?

Auf jeden Fall! Wir hatten ja auch zu jedem T-Shirt so eine kleine Geschichte geschrieben, die sich mit dem Schwarzwald und der Region beschäftigt hat, das kann man auf unserer Homepage nachlesen. Im Rahmen unserer Abschlussarbeit gab es damals auch die Vorgabe, dass das Ganze ein Konzept haben muss - und da war unser Kozept eben auch, dass puderzucker aus der Region kommt. Ob das jetzt in Zukunft weiterhin so sein wird, das weiß ich nicht, das kann sich auch völlig verändern. Irgendwann gefällt einem das vielleicht ja auch nicht mehr, aber es hat so angefangen.

Welche Stilgruppe spricht Puderzucker an?

Schon eher die Boarder, also Snowboarder, Skateboarder und Surfer, einfach sportliche Typen, aber auch meine Mutter liebt ihre Puderzucker-T-Shirts. So eingrenzen kann man das nicht.

Lieblingslabel?

Volcom fand ich immer gut und es gibt auch viele kleine Labels, die richtig schöne Sachen machen ? da fällt mir jetzt natürlich der Name nicht mehr ein?home ist auch echt cool und Skunkfunk mag ich.

Lieblingsshop?

Da gehe ich gerne bei Frontline online shoppen, im Boardshop Freiburg natürlich oder in den yum yum.

Lieblingskleidungsstück?

Das wechselt immer mal so. Das ist immer über längere Zeit was anderes. Im Moment hab ich so ein Boxfresh-Top, wenn ich mal nicht weiß, was ich abends anziehen soll, dann ziehe ich das an.

Welche Person würdet Ihr gerne mit puderzucker einkleiden?

Ich würde ja gern den Seth Cohen von O.C. California einkleiden, aber Eva findet den gar nicht cool und kann sich nicht zwischen Jack Johnson und Kelly Slater entscheiden...

Wie sehen Eure Zukunftspläne für Puderzucker aus?

Es wäre natürlich schon toll, wenn man irgendwann davon leben könnte. Aber es ist im Moment einfach auch schwierig. Man müsste viel mehr Zeit investieren, die wir momentan einfach nicht so wirklich haben, da wir beide ja voll arbeiten gehen und puderzucker läuft so nebenbei. Aber ein Traum wäre natürlich schon, irgendwann den Lebensunterhalt damit bezahlen zu können!

Und sonst?

Ich möchte mal loswerden, dass es ein riesen rStress ist bis man mal wirklich ein fertig produziertes T-Shirt hat, was genau seinen eigenen Vorstellungen entspricht. Was uns auch ganz wichtig war, dass die Schnitte von uns sind. Also daß wir nichts genommen haben, was es irgendwie schon gibt und einfach einen Druck drauf, sondern wir haben komplett Alles bis zum Label oben drin selber gemacht!

Mehr dazu:

Was: puderzucker
Warum: Anschauen oder reinschlüpfen, dann erübrigt sich die Frage! Wo: Im Burnside Skateshop in Heilbronn, über die puderzucker-Homepage - dort wird es bald einen E-Shop geben.
Wie: Shoppen gehen oder online via Puderzucker.com bestellen.

Gewinnspiel:

Wir verlosen Aufkleber-Päckchen, Buttons & 1 T-Shirt von puderzucker! Um zu gewinnen, müsst Ihr lediglich eine Mail mit dem Betreff “puderzucker” an info@fudder.de senden.