Pudel ruft die Polizei - aus Langeweile

Uwe Mauch

Verbrechen? Karambolage? Oder medizinischer Notfall? Am Dienstag rückte die Polizei aus, nach einem Notruf jemanden zu retten. Dann fanden sie das Hündchen:



Moderne Autos können unglaublich viele Dinge: Den Rücken massieren, den Hintern wärmen, selbständig rückwärts einparken. Und sie können Leben retten, nicht nur mit Airbag und ABS, sondern auch mit eingebautem Notruf. Bei einem Unfall wird er zum Beispiel automatisch ausgelöst. Das kann Zeit sparen.


Am gestrigen Dienstag ging solch ein Alarm in der Zentrale eines französischen Autoherstellers ein. Doch auf die Rückfrage reagierte niemand. Der Mitarbeiter machte sich verständlicherweise große Sorgen und informierte die Freiburger Polizei.

Verbrechen? Karambolage? Oder medizinischer Notfall? Die Beamten ermittelten mit Hilfe der GPS-Ortung des Autobauers einen Parkplatz an der Hermann-Mitsch-Straße im Industriegebiet Nord als Standort des vermeintlichen Unglückswagens.

Die eingesetzte Streife wurde denn auch schnell auf dem Parkplatz eines Möbelhauses fündig: Der Fahrzeuginsasse fühlte sich pudelwohl, war aber offensichtlich etwas gelangweilt. Es handelte sich um einen schwarzen Pudel, der seinem Bewegungsdrang nachgegeben und die Wartezeit aufs Herrchen damit überbrückt hatte, ab und zu den Notrufknopf zu drücken.

Das erkläre auch, heißt es in der Mitteilung der Polizei, warum bei der Dreierkonferenz von Autohersteller/Polizei/Pudel niemand geantwortet hatte.

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[Symbolfoto: Antje Lindert-Rottke/Fotolia.com]