Public Viewing: Kein EM-Comeback für Eschholzpark

Adrian Hoffmann

Ohne Public Viewing wäre die WM langweiliger gewesen. Irgendwie schon, oder? Aber es geht weiter: In Stuttgart haben am Samstag 40.000 Menschen das EM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland und Irland verfolgt ? 20.000 mehr als erwartet. Nur in Freiburg, da wird es wohl vorerst nix werden mit dem gemeinschaftlichen Fußballgenuss im Eschholzpark. Bela Gurath, Geschäftsführer von Endless Event und Cheforganisator des WM-Public-Viewing im Eschholzpark, sagt uns, warum:

Die Kosten und das Risiko stünden in keinem Verhältnis zu dem, was letztlich durch das Public Viewing erwirtschaftet worden sei, sagt er. "Das ist ein Witz." Deshalb könne er sich Public Viewing aus jetziger Sicht für Freiburg nicht einmal während der nächsten EM vorstellen, und schon überhaupt nicht auf einzelne Anlässe bezogen. Die Ausgaben sind ihm dabei zu hoch: Während der WM waren 30 bis 35 Sicherheitsleute unterwegs, und das, obwohl er ausschließlich mit der Gastronomie Geld verdiene. Bei solch hohen Besucherzahlen wie in Stuttgart sei das etwas anderes als hier in Freiburg.


In Ulm beispielsweise wurden während der WM Eintrittspreise verlangt, was sich dort durchaus bewährt hat. Aber Bela Gurath (Foto oben rechts) zweifelt daran, dass so etwas in Freiburg funktionieren würde - er glaubt, dass sich dadurch die Gästezahlen reduzieren. "Während der WM haben manche schon geschimpft, dass sie keine Bierflaschen mit rein nehmen durften", sagt er und lacht. "Das ist typisch Freiburg." Was Gurath hier fehlt, ist die Unterstützung der Stadt. "Woanders werden für Public Viewing riesige Summen in die Hand genommen."

Aus unserer Sicht ist es wirklich schade, dass es keine Forsetzung des Public Viewing im Eschholzpark geben soll - denn die WM-Zeit dort war wirklich euphorisierend. Vielleicht traut sich ja aber auch noch ein anderer Veranstalter an das Projekt Public Viewing, für Freiburg wäre es nur wünschenswert.

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