Kunst

"Projekt Z" will mit Jugendlichen kreativ Zukunftsperspektiven entwickeln

Elena Kolb

Nach dem Abi keinen Plan, was tun? Immer mehr Jugendliche erzählen von den vielen Fragezeichen, die sich nach der Schulzeit auftun. Elias Göttes "Projekt Z" will mit Kreativitiät Perspektiven entwickeln.

BZ: Herr Götte, das Z in "Projekt Z" steht für Zukunft. Wie wollen Sie junge Menschen in ihrer Zukunftsplanung unterstützen?
Götte: In Zeiten von globalen Problemen wie dem Klimawandel und Bewegungen wie "Fridays for Future" liegt Veränderung in der Luft und viele junge Menschen sind motiviert, sich dort zu engagieren, wo die Politik versagt. Ihre Visionen wollen wir bei dem "Projekt Z" ausarbeiten und dann künstlerisch in die Tat umsetzen. Deshalb gibt es eine Tagungsphase, in der Ideen entwickelt und ausprobiert und einige Wochen später dann während der Projekt-Phase auf die Bühne gebracht werden.


"Wir hoffen, dass wir damit möglichst viele Menschen erreichen, denn Zukunftsfragen betreffen letztendlich uns alle."


BZ: Warum haben Sie für einen Vortrag am Abend den Schauspieler Samuel Koch eingeladen?
Götte: Für die Tagungsphase haben wir Philosophen, Künstler und Naturwissenschaftler aus ganz Deutschland eingeladen. Morgens werden Philosophen und Naturwissenschaftler gemeinsam mit der Gruppe versuchen zu formulieren, was die Teilnehmenden beschäftigt. Danach geht es weiter in Workshops zum Thema Musik, Tanz, Schauspiel und Objektkunst, um Erkenntnisse und Visionen umzusetzen und zu verbildlichen. Abends wird es Vorträge von Menschen geben, die es geschafft haben, ihre Träume und Ideen zu verwirklichen. Die Lebenswege von Samuel Koch und Philip Kovce (Philosoph) könnten den Teilnehmenden als Inspiration für ihre eigene Zukunft dienen. Abendliche Vorträge sind gegen ein kleines Eintrittsgeld auch für die Öffentlichkeit zugänglich.

BZ: Wie stellen Sie sicher, dass Sie nicht nur einen ausgewählten, gebildeten Gesellschaftsteil ansprechen?
Götte: Wir bewerben das Projekt bundesweit an etwa 500 Schulen. Außerdem haben wir zur finanziellen Unterstützung ein Teilnahmeförderprogramm erhalten, mit dem bis zu 80 Prozent der Teilnahmekosten getragen werden können.Teilnehmen können am "Projekt Z" auch Menschen mit Behinderung und es gibt ab 16 Jahren keine weitere Altersbeschränkung. Wir hoffen, dass wir damit möglichst viele Menschen erreichen, denn Zukunftsfragen betreffen letztendlich uns alle. Allerdings ist auch ein gewisses künstlerisches Interesse von Vorteil, denn es soll ja auch Freude machen, am Ende in Freiburg und Basel auf der Bühne zu stehen und zu performen.
Projekt Z

Für junge Menschen ab 16 Jahren, Freie Waldorfschule Freiburg Rieselfeld

Tagungsphase 5. bis 9. September 2019

Projekt-Phase 26. bis 29. September und 30. Oktober bis 3. November 2019

Preis für die Tagungsphase: 250 Euro (inklusive Übernachtung und Verpflegung), für die Projekt-Phase 290 Euro (inklusive Übernachtung und Verpflegung). Für finanzielle Unterstützung kann ein Teilnehmerförderprogramm angefragt werden.

Anmeldung und weitere Informationen gibt’s auf take-part.info