Professoren geben Tipps für Erstis: Was man in Freiburg nicht verpassen darf

Am Montag geht’s wieder los, dann startet für einen Großteil der Freiburger Studierenden das neue Wintersemester. Für manche wird es der erste Uni-Tag sein. Damit sich die Erstsemester in Freiburg wohlfühlen, lädt die Universität Freiburg sie samt Eltern heute ins SC-Stadion ein. Auch wir begrüßen alle Erstis – mit ein paar Insidertipps Freiburger Professorinnen und Professoren für den Start ins neue Leben:



Relaxen im Seepark


Hannah Bast (43), Professorin der Fachrichtung Algorithmen und Datenstrukturen, Uni Freiburg:


„Unbedingt einmal im Sommer, wenn es so richtig warm ist, im Seepark schwimmen gehen. Und auf dem Turm dort muss man auch mal gewesen sein, die Aussicht ist toll. Sowieso ist der Seepark einfach nett, zum Spazieren gehen, Rumliegen, oder Kaffee trinken im "Lago". So heißt das  Restaurant dort.“



Auf den Schlossberg


Udo Ritterbach (60), Professor der Fachrichtung Ernährung und Konsum, Pädagogische Hochschule:

„Unbedingt auf den Schlossbergturm hoch. Wenn man da oben steht,  sieht man  weit über die Stadt und das Umland.  Für Anfänger ist es ganz wichtig,  nicht den Überblick zu verlieren. Aber auch wenn man schon länger studiert, lohnt sich das.
Ich habe in Bonn studiert und bin immer wieder rauf auf den Venusberg. Vor allem vor Prüfungen, wenn das Panikgefühl  kommt, hilft das.“



Den Horizont erweitern


Heinrich Schwendemann (57), geschäftsführender Assistent des Historischen Seminars, Uni Freiburg:

„Raus aus der Stadt! Ich habe schon so oft erlebt, dass viele Studenten nur Freiburg kennen und nicht mal auf dem Schauinsland waren. Das geht gar nicht. Deshalb: Einfach mit der Gondel hoch. Oben kann man rüber ins Elsass gucken, da wird der Kopf wieder frei. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes Horizonterweiterung. Und dann: Runterwandern.“



Einkaufen auf dem Markt


Adriana Hanulíková (36), Juniorprofessorin für Sprache und Kognition:

„Wenn man mal Essen gehen möchte, dann bei „Omas Küche“ in der Wiehre. Dort gibt es eine große Auswahl an leckerem und günstigem Essen, zwei Mal die Woche auch Live-Musik. Auf dem Wiehre- und dem Münstermarkt wird regionales Gemüse ganz frisch verkauft. Durch Zufall habe ich auf dem Markt „Stefans Käsekuchen“ entdeckt, den sollte man unbedingt probieren!“

 



Abrocken im Jazzhaus


Stefan Rotter (52), Professor für Computational Neuroscience (Biologie), Uni Freiburg:

„Freiburg ist ein interessanter Standort für Musik. Es gibt das Jazzhaus, das Konzerthaus und  viele kleine Veranstaltungskneipen. Ich höre gerne Jazz oder Klassik, aber auch für junge Leute ist mit Tanzpartys von Rock bis Elektro vieles geboten. Vorab informiere ich mich im Veranstaltungskalender der BZ oder auch im Internet.“



Lernen nach Feierabend


Günter Schnitzler (67), Professor für Neuere Deutsche Literatur, Uni Freiburg:

„Durch die neuen BA- und MA-Studiengänge sind die Semester vollgepackt, man bleibt zu sehr im eigenen Fachbereich. Damit man nicht zum Fachidioten wird, sollte man sich in fachfremde Vorlesungen setzen. Studenten sollten hier unbedingt das in Deutschland einmalige Studium Generale  nutzen. Da werden interdisziplinäre Vorträge mit bedeutenden Wissenschaftlern anderer Unis angeboten. Das ist heute noch viel wichtiger als früher.“



Informieren im Uniseum


Dieter K. Tscheulin (54), Professur für BWL, Marketing und Gesundheitsmanagement, Uni Freiburg:

„Auf jeden Fall das Uniseum besuchen, um einen Überblick über die 500-jährige Geschichte der Uni zu bekommen. Das wäre das Erste, was ich als Student in Freiburg machen würde. Das Münster sollte man auch besteigen, das haben Menschen schon seit Jahrhunderten getan. Dort hat man einen wunderbaren Überblick über Freiburg.“



Engagieren für Flüchtlinge


Nausikaa Schirilla, Professorin für Soziale Arbeit, Katholische Hochschule:

„Ich empfehle, Freiburg mal von einer anderen Seite kennenzulernen und sich zum Beispiel in einem Flüchtlingswohnheim zu engagieren. In der Bissierstraße kann man sich hierfür an das DRK wenden. Und in der Hammerschmiedstraße wird Unterstützung für das Projekt „Zeit für Kinder“ gesucht. Zum Erholen? Im Moosweiher schwimmen gehen.“



Radeln an der Dreisam


Camille Savage-Kroll (32), Professur für elementare Musikpädagogik und Rhythmik, Musikhochschule Freiburg:

„Im Moment ist meine Welt die Musikhochschule, deshalb empfehle ich allen, hier mal ein Konzert zu genießen, da ist konzertmäßig auch für jeden was dabei. Und da ich hier auch neu bin, fahre ich viel mit dem Fahrrad, vor allem an der Dreisam – super, um Freiburg und Umgebung zu erkunden.“

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[Fotos: Thomas Kunz]