Preisgekröntes Freiburg-Video: Rückkehr ins Leben

Markus Hofmann

Ein Joint beendet eine junge Fußballerkarriere. Ein One-Night-Stand krempelt das Leben einer Abiturientin um. Die Freiburger Filmemacher Philipp Reinartz (Foto: Mitte) und Jonathan Weber haben kürzlich mit ihrem Film "Rückkehr ins Leben" den Jugendfilmpreis des Filmbüros Baden Württemberg gewonnen. Auf fudder könnt ihr euch den Film ansehen!



Die Freiburger Filmemacher Philipp Reinartz (21) (Bruder von Sand-am-Meer-Keyboarder Julius) und Jonathan Weber (23) haben kürzlich den mit 300 € dotierten Förderpreis des Jugendfilmpreises für ihren Kurzfilm „Rückkehr ins Leben erhalten. Die Verleihung im Stuttgarter Metropol-Kino, bei der auch die Förderpreise der baden-württembergischen Filmindustrie vergeben wurden, war der Höhepunkt der 12. „Filmschau Baden-Württemberg“.


Mehr als 100 Filme wurden für den Jugendfilmpreis eingereicht, nur die besten vier wurden prämiert. Gerechnet haben die beiden Freiburger daher nicht unbedingt mit dem Preis, weswegen Philipp bei der Dankesrede vor 400 Gästen dann ein wenig improvisieren musste.

Der Freiburger Siegerfilm „Rückkehr ins Leben“ erzählt in sechs Minuten die Geschichten von Martin (Martin Meyer) und Nora (Nora W.), die beide plötzlich und unverhofft aus ihrem „normalen“ Leben gerissen und dadurch völlig aus der Bahn geworfen werden. Die Erzählweise ist nicht chronologisch, sondern wechselt zwischen Gegenwart und Vergangenheit und zwischen Martin und Nora.



Gedreht haben Philipp (links) und Jonathan ihren Film eigentlich als Bewerbungsfilm für die Hochschule für Film und Fernsehen in München, jetzt hat es die beiden doch in andere Himmelsrichtungen verschlagen: Jonathan arbeitet seit einigen Monaten als 3D-Animator bei einer Berliner Produktionsfirma, Philipp reiste erst als Regieassistent für einen Imagefilm der Deutschen Post quer durch Deutschland und studiert jetzt Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften an der Uni Köln. Während der Dreharbeiten im Februar wohnten beide jedoch noch in Freiburg und so dienten unter anderem das Josephs-Krankenhaus, der PTSV Jahn Freiburg und das „Shooters“ als Filmsets.

Ob alles bei den Dreharbeiten klappte? „Natürlich nicht: Einen Dreh beim Fußballtraining mussten wir wegen akuten Hagels abbrechen, der Platz der Schlussszene wurde just einen Tag vor dem Dreh eingezäunt und vor dem Gefängnis durften wir eigentlich gar nicht filmen.“, erinnert sich Philipp. Und Jonathan fügt zwinkernd hinzu: „Aber so ist das ja immer beim Drehen, Hauptsache das Ergebnis ist okay“.

Kurzfilm: Rückkehr ins Leben