Preise: Kontrolle im Internet

Christoph Müller-Stoffels

Alles wird teurer. Erst war der Euro Schuld, im Januar wartet die Erhöhung der Mehrwertsteuer. Wieder werden alle "wissen", dass die Händler durch hinterhältige Preistreiberei gnadenlos auch noch den letzten Cent aus uns herauspressen wollen. Die Statistiker hatten schon bei der Währungsumstellung vergeblich darauf hingewiesen, dass es so schlimm gar nicht war. Diesmal bauen sie vor und geben dem Verbraucher selbst die Möglichkeit, die Preisentwicklung zu verfolgen.Das Statistische Bundesamt hat 42 Waren und Dienstleistungen ausgewählt, deren Preisentwicklung jeder Bürger im Internet selbst nachvollziehen kann. Die Grafiken werden regelmäßig aktualisiert und sollen bis Mitte 2007 fortgeschrieben werden. So werden auch die Veränderungen durch die Mehrwertsteuer zu beobachten sein. Die Grundlage der Statistiken lässt sich dabei sehen. Jeden Monat werden in 40000 Geschäfte in 188 Gemeinden Erhebungen durchgeführt. So lässt sich beobachten, dass der Brötchenpreis seit dreieinhalb Jahren ziemlich konstant ist und Geschirrspülmittel seit 2000 sogar deutlich billiger geworden ist.Experten gehen allerdings, wie schon bei der Einführung des Euro, davon aus, dass viele Geschäfte ihre Preise schon vor dem Jahreswechsel erhöhen. So kann es sogar sein, dass pünktlich zur Mehrwertsteuererhöhung alles billiger wird. Zu den Statistiken geht es hier.