Pott-Legende Ingo Sänger legt bei Root Down im Waldsee auf

Bernhard Amelung

"Treibhaus" war eine der bekanntesten Radiosendungen für Clubmusik. Ihr Macher Ingo Sänger legt am Freitag bei Root Down im Waldsee auf.

"Durch Treibhaus bin ich zu Drum and Bass gekommen", schreibt ein Nutzer in einem Online-Forum mit Schwerpunkt Jungle und Breakbeat. Auf Discogs, dem weltgrößten Online-Verzeichnis für Schallplatten aller Genre, führen die Nutzer Listen mit der Musik, die Steffen Irlinger und Ingo Sänger in ihrer Radiosendung "Treibhaus" auf WDR 1Live spielten. Von 1995 bis 2004, immer samstags ab 24 Uhr. "Treibhaus" war neben der hr3 Clubnight lange Zeit eine bekanntesten Sendungen für elektronische Musik in Deutschland. Downbeat, House, UK Garage, Techno, aber auch Jungle, Drum and Bass und Breakbeats spielte Sänger.




Diesen unverkrampften, scheuklappenfreien Ansatz verfolgt der heute 49-jährige Dortmunder auch als Inhaber des Plattenlabels Farside Records. Das startete er im Jahr 2000 zunächst als reines Compilation-Label. Auf den "Groove Anthology" genannten Mix-CDs versammelten er und sein Treibhaus-Mitstreiter Steffen Irrlinger Soul- und Disco-Klassiker und Neuerscheinungen der elektronischen Musik.



Aus diesen Genre bedient er sich auch als Produzent. Mit Frank Herbrechter bildete er das Duo Westpark Unit, benannt nach einer Grünanlage in seiner Heimatstadt Dortmund. Mit Henry Lau, kurz Henry L genannt, fertigt er vorwiegend Remix-Arbeiten an, die auf Quintessentials, Sonar Kollektiv und Compost Records erscheinen. Als Discjockey war er Resident im Logo Club und in der Roten Liebe, die im Ruhrgebiet Maßstäbe in Sachen elektronischer Clubmusik setzten. Mischpult frei für Ingo Sänger.


Was: Root Down w/ Ingo Sänger, Rainer Trüby
Wann: Freitag, 28. September 2018, 22 Uhr
Wo: Waldsee

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