Post von Herrn Frankenberg: Mein Spam-Filter ist gegen Studiengebühren

Christian Deker

Heute entdeckte ich in meinem Spam-Filter eine eMail, die ich von dem etwas kryptisch anmutenden Absender “sbmail” bekommen hatte (wahrscheinlich auch der Grund für die Ausfilterung). Der Betreff gab schon etwas mehr Auskunft über Inhalt und mögliche Herkunft der eMail: “Information zu Studiengebühren”. Die Anrede "Sehr geehrte Studierende" verleitete mich schließlich dazu, mir die eMail doch etwas genauer anzuschauen. Und siehe da: “Mit dem beiliegenden Brief möchte Sie der Wissenschaftsminister des Landes Baden-Württemberg, Herr Prof. Dr. Frankenberg, persönlich über das neue Gebührenmodell informieren.”Meine altehrwürdige Universität informiert mich also per eMail darüber, dass ich ab nächstem Jahr 500 Euro pro Semester abdrücken muss. Ich habe von der Uni noch nie eine eMail erhalten. Es ist sicherlich zeitgemäß und kostengünstig, 20.000 Studierende auf diesem Weg zu informieren. Aber angemessen? In der Anlage befand sich jedenfalls tatsächlich ein Brief von Herrn Minister Prof. Dr. Frankenberg. Darin verspricht er, dass die Einnahmen aus den Studiengebühren im vollen Umfang den Hochschulen zugute kämen und die Gebühren “sozialverträglich” gestaltet seien. Ab nächstem Jahr werden wir sehen, ob das “gut durchdachte Konzept” (Frankenberg) besser ist, als mein Spam-Filter denkt.Den Brief von Herrn Frankenberg (pdf) findet ihr unter diesem Link: klick.