Pommes 3: Die Burger-Zentrale

Adrian Hoffmann

Heute wollte ich den Deutschlandchef von Burger King sprechen. Also den Burger-King-King, haha.Die Frau an der Zentrale hat mich an die Pressestelle verwiesen, dort dann sprach Nina Wenzel zu mir. Ich fragte, leicht vorwurfsvoll: Also, ich habe festgestellt, dass in den Twister Fries immer eine Pommes mit drin ist. Jetzt wollte ich mal wissen: Warum ist das so?Nina Wenzel überlegte einen Moment lang. Hmm, sagte sie, ein recht nettes Hmm übrigens.Dann sagte sie: Das wisse sie nicht. Sie müsse das erst mal recherchieren, sie würde mich dann zurückrufen.Ich sagte: Sie könne mich auch direkt mit Herrn le Pellec verbinden (so heißt der Burger-King-King).Sie sagte: Das ist auch eine sehr wichtig Frage, die sie ihm stellen wollen.Ich kapierte in diesem Moment: Sie wird mich nicht durchstellen...Dass die eigenen Leute bei Burger King dieses Thema so sehr unterschätzen, unglaublich.

Jedenfalls, jetzt habe ich die offizielle Erklärung von Burger King dazu. Soeben habe ich nochmal mit Nina Wenzel gesprochen."Ich habe jemanden gefunden, der mir kompetent zu diesem Thema Auskunft geben konnte", sagt sie.Es verhalte sich so: Schuld an der Pommes sei die Trennwand. Die Trennwand ist ein Gitter, dessen Raster zwar pommesdurchlässig ist, Twister Fries allerdings passen nicht durch.Deshalb passiert es auch nie umgekehrt, dass Twister Fries in den Pommes sind.Zuerst dachte ich ja, das sei ein PR-Gag, aber Nina Wenzel dementiert das.Dann ist aber das Gitter eine Fehlentwicklung, klage ich.Nina Wenzel sagt daraufhin etwas, über das ich lange nachdenken muss:"Es ist ja auch nicht so schlimm, oder?" Pommes und Twister Fries würden ja beide aus Kartoffeln gemacht...Ich bin trotzdem sauer.