Festnahme nach Streit

Polizei überwältigt bewaffneten Randalierer in Hochdorf

BZ-Redaktion

Ein Mann randaliert im Stadtteil Hochdorf, droht mit einer Waffe und fordert die Polizei auf, ihn zu erschießen. Eine Polizistin und ihr Hund überwältigen ihn.

Nachbarn haben die Polizei am Donnerstag gegen 21 Uhr über den Notruf 110 alarmiert: Ein Streit in einem Haus im Bereich "Alte Ziegelei" drohe zu eskalieren. Drei Minuten später stand eine Streife der Hundestaffel vor dem Mehrfamilienhaus, teilt die Polizei am Freitag mit. Vor der Tür stand ein 47-jähriger Bewohner. "Er verhielt sich hochaggressiv und ließ sich auf kein Gespräch ein", so Polizeisprecher Jerry Clark.


Der Mann habe den Beamten mit einem Revolver gedroht, den er zunächst mit einem Tuch verdeckt hatte. "Dabei verlangte er lautstark danach, erschossen zu werden", berichtet Clark.

Einsatz mit Hund und Handkante

Eine Polizistin ließ ihren Diensthund los und konnte den Mann selbst mit einem gezielten Schlag entwaffnen. Die Beamten nahmen den 47-Jährigen fest. Er befinde sich wegen Bissverletzungen und zur Abklärung seiner psychischen Verfassung in ärztlicher Behandlung.

Nach einer ersten Sichtung stellte die Polizei fest, dass es sich bei dem Revolver um eine Schreckschusswaffe handelte, die nicht geladen war. "Äußerlich war sie von einer scharfen Waffe nicht zu unterscheiden", erklärt Sprecher Clark.

Bei dem Familienstreit ist es nach derzeitigem Kenntnisstand zu keiner strafrechtlich relevanten Handlung gekommen. Der 47-Jährige müsse sich nun wegen Bedrohung, Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Verstößen gegen das Waffengesetz verantworten. Er war der Polizei schon zuvor bekannt, sagt Clark: "Aber nicht in der Form, damit hat man nicht gerechnet." Details, worum es sich handelte, nannte er nicht.